Inspirierende Jugendarbeit

Vorarlberg / 23.08.2019 • 17:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Team der Offenen Jugendarbeit Dornbirn hat schon einige Preise abgeräumt. Jetzt könnte bald eine weitere Auszeichnung der Lohn für innovatives Arbeiten sein. ojad
Das Team der Offenen Jugendarbeit Dornbirn hat schon einige Preise abgeräumt. Jetzt könnte bald eine weitere Auszeichnung der Lohn für innovatives Arbeiten sein. ojad

Offene Jugendarbeit Dornbirn für internationalen Preis nominiert.

dornbirn Die Offene Jugendarbeit Dornbirn (OJAD) darf sich freuen. Ihre Forschungsarbeit „Wirkungs- und Potenzialanalyse“ wurde für den „European Youth Culture Award“ der Stiftung „Respekt!“ in der Kategorie „Wissenschaft & Forschung“ nominiert. „Es ist sehr positiv, wenn auch internationale Gremien unsere mit hoher fachlicher Kompetenz geleistete Arbeit anerkennen“, stellt OJAD-Geschäftsführer Martin Hagen zufrieden fest. Die Stiftung in Berlin zeichnet Projekte, Initiativen oder Personen aus, die sich für eine offene, tolerante Gesellschaft einsetzen, Jugendkultur sichtbar machen und auf innovative Weise mit Jugendlichen zum Thema Jugendkultur gearbeitet und geforscht haben. In diesem Zusammenhang wird die OJAD sogar als Innovationsmaschine für alle Fragen der Jugendkultur in Österreich genannt.

Ein Platz für alle

Die erst heuer durchgeführte und von Simon Burtscher begleitete Forschungsarbeit hebt vor allem den Umstand hervor, dass in der OJAD alle Jugendlichen einen Platz haben, in all ihrer Verschiedenheit, mit ihren lebensweltspezifischen Vorlieben, aber auch mit ihren Sorgen. „Wir haben im Laufe der Jahre viele Helfer ins System bekommen. Das öffnet auch Türen zu den jungen Leuten mit Migrationshintergrund“, nennt Martin Hagen einen Grund für das Funktionieren der Arbeit mit so unterschiedlichen Zielgruppen.

Jugendliche wollen mit ihren Bedürfnissen wahrgenommen und in ihrer individuellen Entwicklung gefördert werden, sich aber ebenso ihren Wunsch nach Zugehörigkeit, Anerkennung und Platzierung in der Gesellschaft erfüllen. Die Jugendarbeiter der OJAD fungieren dabei als Schlüssel- und Bezugspersonen, indem sie Strukturen und Räume für die individuelle Entwicklung eröffnen, sei das über verschränkte Freizeit- oder  Qualifizierungsangebote. „Zur Integration in die Gesellschaft benötigen Jugendliche Trainingsplätze. Die OJAD ermöglicht ihnen über die unterschiedlichen Angebote die Erfahrung, was es für ein funktionierendes Zusammenleben in Gemeinschaften braucht“, heißt es in der Studie.

In der gemeinsamen Freizeit und beim Arbeiten im Jugendhaus würden die Bedeutung von Strukturen und Regeln für das Zusammenleben nachvollziehbar. In der Begegnung zwischen unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen werde durch die Erfahrung von Anerkennung, Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit der Zusammenhalt untereinander gestärkt. VN-MM

„Es ist sehr positiv, wenn auch internationale Gremien unsere geleistete Arbeit anerkennen.“