KleinFeldkirch als Impulsgeber für Kinderstadtvertretung

Vorarlberg / 23.08.2019 • 07:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In erster Linie geht es in der Kinderstadt KleinFeldkirch um den Spaß. Den haben Julia, Anton und Florentina sichtlich. Die Kinderstadt wird aber auch genutzt, um von den Kindern zu erfahren, wie die geplante Kinderstadtvertretung ihrer Meinung nach aussehen könnte. VN/STEURER

Feldkirch arbeitet an Kinderbeteiligung und nutzt dabei die Kinderstadt.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Am Montag eröffnete die Kinderstadt KleinFeldkirch im Alten Hallenbad ihre Pforten. Drei Wochen lang können in Feldkirch jetzt Kinder spielerisch erleben, was es in einer Stadt so alles braucht. Selber backen, in der Schlosserei arbeiten, in der Universität büffeln, sich kreativ austoben oder beim Arbeitsamt stempeln gehen, es wird viel geboten. Einmal in der Woche wird zudem ein Stadtrat samt Bürgermeister gewählt: der entscheidet dann aktiv, wie mit Krisen und Problemen umgegangen wird und welche Vorschläge der Feldbürger (so heißen die Bürger von KleinFeldkirch) umgesetzt werden. KleinFeldkirch kommt an: täglich sind 230 bis 300 Kinder dabei, die meisten kommen jeden Tag.

Auch für die Stadtpolitik ist KleinFeldkirch wichtig. Im Zuge der Entwicklung des Stadtentwicklungsplans wurden beispielsweise bei der letzten Auflage der Kinderstadt auch die Feldbürger  nach ihren Bedürfnissen befragt. Heuer kommt der Kinderstadt wieder eine wichtige Rolle zu. Denn Ende Mai hat die Stadtvertretung einen Grundsatzbeschluss zur Schaffung einer Kinderstadtvertretung beschlossen. An deren Umsetzung arbeitet die Stadtverwaltung.

Wir nutzen KleinFeldkirch, um den direkten Kontakt zu den Kindern zu suchen.“

Vizebürgermeisterin Gudrun Petz-Bechter

Die zuständige Stadträtin, Vizebürgermeisterin Gudrun Petz-Bechter, betont, dass noch keine Details festgelegt sind, aber die Kinderstadt jetzt genutzt werden soll, um die Interessen und Bedürfnisse der Kinder abzuklären. „Wir nutzen KleinFeldkirch, um den direkten Kontakt zu den Kindern zu suchen“, erklärt Petz-Bechter. Darauf aufbauend sollen dann Details ausgearbeitet werden, etwa wie oft eine Kinderstadtvertretung sich treffen soll. „Wir machen uns aber auch keinen Stress, es soll etwas „G’höriges“ herauskommen.“ Die Pläne Feldkirchs sind in Vorarlberg Neuland, und bei der Stadt will man augenscheinlich eine sehr tiefgehende Beteiligung entwickeln.

In KleinFeldkirch backen die Kinder ihr eigenes Brot. Zukünftig sollen sie in Themen, die sie betreffen, auch in der Stadtpolitik mehr eingebunden werden. VN/Steurer
In KleinFeldkirch backen die Kinder ihr eigenes Brot. Zukünftig sollen sie in Themen, die sie betreffen, auch in der Stadtpolitik mehr eingebunden werden. VN/Steurer

Die Politik soll dabei herausgehalten werden. So betont auch der Initiator Georg Oberndorfer, Stadtvertreter der Neos: „Die Vorbereitungen zur Kinderstadtvertretung sind bei der Verwaltung der Stadt Feldkirch in guten Händen.“ Man darf auf das Ergebnis gespannt sein, im Herbst soll die Feldkircher Kinderstadtvertretung detailliert ausgearbeitet und präsentiert werden.