Verletzter Wanderer musste die Nacht im Freien verbringen

Vorarlberg / 23.08.2019 • 22:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gaschurn Zunächst verirrte er sich. Dann stürzte er 20 bis 30 Meter über steiles Gelände ab. Am Ende musste er die Nacht im Freien verbringen. Laut Polizei machte sich der 67-jährige Deutsche am Donnerstag gegen 18 Uhr nach einer Rast in einer Berghütte gemeinsam mit neun Kameraden talwärts in Richtung Gortipohl auf. Bei „Hansis Pfoppa“ nahm das Unglück schließlich seinen verhängnisvollen Lauf. Der Wanderer verspürte ein dringendes Bedürfnis. Nachdem er seine Notdurft verrichtet hatte, waren seine Begleiter bereits außer Sichtweite. Bei seinem Aufholversuch verirrte er sich, geriet in wegloses Gelände, stürzte ab und blieb kurzzeitig bewusstlos liegen. Wieder bei Sinnen wanderte der Mann so lange weiter, bis er in der Dunkelheit nicht mehr weiterkam. Ein Handy hatte er nicht dabei.

Suchaktion

In der Zwischenzeit verständigten seine Kameraden die Polizei. Als um 22 Uhr noch immer jede Spur von dem Deutschen fehlte, wurde die Bergrettung alarmiert. Kurz vor 2 Uhr musste die Suchaktion allerdings wegen Nebels  abgebrochen werden. In der Dämmerung machte sich der vermisste Wanderer erneut auf den Weg ins Tal und erreichte gegen 7.30 Uhr das erste bewohnte Haus. Der Deutsche war laut Polizei stark unterkühlt und wies am ganzen Körper Prellungen und Schürfwunden auf. Er wurde ins LKH Bludenz eingeliefert.