365 Tage sicher rund um den Liebfrauenberg

Vorarlberg / 27.08.2019 • 17:08 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mitglieder der OF Rankweil im Rahmen einer Übung. Auch beim Material hat sich in 150 Jahren viel getan. OF RANKWEIL/MATHIS BZW. EGLE (3)
Mitglieder der OF Rankweil im Rahmen einer Übung. Auch beim Material hat sich in 150 Jahren viel getan. OF RANKWEIL/MATHIS BZW. EGLE (3)

Feuerwehr Rankweil feiert heuer ihr 150-jähriges Bestehen.

Rankweil Exakt auf den 2. April 1869 geht die Gründung der Ortsfeuerwehr Rankweil zurück. In den 150 Jahren hat sich nicht nur die Technik grundlegend verändert, auch die Aufgaben der Rankler Wehr sind,  wie für viele andere Floriani des Landes auch, andere geworden. Gegründet vor allem zur Brandbekämpfung, hat sich der Schwerpunkt in Richtung sogenannter technischer Einsätze und zur Bekämpfung von Naturkatastrophen verändert. Der letzte prägende Großbrand liegt über  20 Jahre zurück, als ein großer Teil der heutigen Firma Mahle-König im Vollbrand stand.

Was geblieben ist, ist die Kameradschaft. Die jüngsten Mitglieder sind zehn Jahre alt, der älteste aktuell 90. Auch über die Generationengrenzen hinweg funktioniert es in Rankweil vorbildlich. Den Laden zusammenzuhalten ist die Aufgabe der Führungsriege mit Kommandant Hans Lampert und seinem Stellvertreter Markus Mayr. Hier laufen die Fäden zusammen, gemeinsam mit der Marktgemeinde und den Betrieben werden Alarmpläne erstellt und so größtmögliche Vorbeugung getroffen. Passiert doch mal etwas, dann läuft die Zusammenarbeit im Löschkreis Vorderland hervorragend.

Lampert und Mayr berichten von einer zunehmenden Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit, die Feuerwehr soll auch abseits der Einsätze spürbar sein. Ein Vorzeigeprojekt gibt es diesbezüglich seit dem Jahr 2016. Seit damals läuft eine intensive Zusammenarbeit mit der benachbarten Bürgermusik. Veranstaltungen wie das Maibaumfest oder das Entenrennen werden gemeinsam organisiert. Ein wichtiger Punkt der tagtäglichen Arbeit ist die Förderung des Nachwuchses. Der engagierte Jugendleiter (Zitat Mayr: „Der Daniel brennt für diese Aufgabe“) kann derzeit auf eine stolze Mannschaft von 26 Jungfeuerwehrleuten, davon fünf Mädchen verweisen. Mit 16 Jahren werden diese dann in den Aktivstand übernommen, inklusive offizieller Übergabe des eigenen Piepsers der zu anstehenden Einsätzen ruft.

Im Rahmen der Gymnaestrada wurde das runde Jubiläum, bewusst mit anderen Vereinen und der Bevölkerung, ausgiebig gefeiert. Ebenfalls veranstaltet wurde der Landesfeuerwehrbewerb, bei dem unzählige Florianijünger aus dem In – und Ausland ihr Können unter Beweis stellten. Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs folgt am 12.Oktober noch eine große Abschlussübung. CEG

Ich bin 1972 nach Vorarlberg und als Quereinsteiger zur Rankler Wehr gekommen. Einmal im Monat ist Treffpunkt und dazu organisieren wir Ausflüge auch für die älteren Mitglieder. Anton Tschaler, 70, Seniorenvertreter

Ich bin 1972 nach Vorarlberg und als Quereinsteiger zur Rankler Wehr gekommen. Einmal im Monat ist Treffpunkt und dazu organisieren wir Ausflüge auch für die älteren Mitglieder. Anton Tschaler, 70, Seniorenvertreter

Ich bin über die Arbeit beim Entenrennen zur Feuerwehr gekommen. Besonders freue ich mich auf November, dann werde ich in den Aktivstand übernommen und bekomme meinen Piepser. Pauline Zander, 15, Jungfeuerwehrfrau

Ich bin über die Arbeit beim Entenrennen zur Feuerwehr gekommen. Besonders freue ich mich auf November, dann werde ich in den Aktivstand übernommen und bekomme meinen Piepser. Pauline Zander, 15, Jungfeuerwehrfrau

Im Vordergrund stehen das Ehrenamt, die Jugend und die Sicherheit der Bevölkerung. Es gilt, Präsenz zu zeigen und die Aufgaben der Feuerwehr der Öffentlichkeit näher zu bringen. Markus Mayr,  44, Kommandantstellvertreter

Im Vordergrund stehen das Ehrenamt, die Jugend und die Sicherheit der Bevölkerung. Es gilt, Präsenz zu zeigen und die Aufgaben der Feuerwehr der Öffentlichkeit näher zu bringen. Markus Mayr, 44, Kommandantstellvertreter