Wie Arnold Wachter Kraftwerke am Laufen hält

Vorarlberg / 30.08.2019 • 09:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Alte Technik (hier die Schalttafel des Vermuntwerks) beschäftigt Arnold Wachter ebenso wie topmoderne Elektronik. VN/SCHWEIGKOFLER

Der Montafoner Arnold Wachter (57) leitet die Montafon Vermuntwerke und sorgt dafür, dass mehrere Kraftwerke wie am Schnürchen laufen.

Gernot Schweigkofler

Gaschurn Die Illwerke, heute Illwerke VKW, und Arnold Wachter gehören zusammen. Der 57-jährige Gaschurner ist seit seiner Lehre im Unternehmen beschäftigt. „Wir können stolz auf derartige Arbeitgeber in unserer Talschaft sein“, streut er seiner Firma Rosen. 1976 ist der Montafoner ins Unternehmen eingetreten und hat seine Elektrikerlehre begonnen. „Technik hat mich immer interessiert“, erzählt er: „Ich habe es geschafft mein Hobby zum Beruf zu machen.“ Über die Jahre hat er sich, immer am Standort des Vermuntwerkes in Partenen, kontinuierlich weiterentwickelt. Nach der Lehre arbeitete er als Elektriker im Kraftwerk, dann bekam er die Schaltberechtigung und darauf den Schaltmeister und schließlich wurde er Elektromeister. Seit 2017 hat er die Leitung des Montafon Vermuntwerks inne. „Dazu gehören das Rifa-Werk, das Vermuntwerk, das Obervermuntwerk (OVW) I und II sowie der Silvretta- und Vermuntstausee“, erklärt er.

Das Vermuntwerk, eröffnet 1930, ist das älteste, das OVW II, das jüngste Kraftwerk im Unternehmen, dass er für beide zuständig ist, macht für Wachter viel von der Faszination seiner Arbeit aus. „Das Technikspektrum ist hier sehr breit.“ Von Anlagen aus den 40er und 50er Jahren bis zu modernster Digitaltechnik wird von Wachter und seinem Team alles betreut. Sie sorgen rund um die Uhr dafür, dass die Kraftwerke laufen und es möglichst wenige Störungen gibt. Die gröbsten Kinderkrankheiten seien beim OVW II bereits beseitigt, es laufe mittlerweile praktisch störungsfrei. „Es läuft besser als erwartet“, freut sich Wachter, dass der Start so gut gelungen ist. Das er bei der Inbetriebnahme des OVW II und des Kops II Kraftwerks mittendrin dabei sein durfte, sind für den Techniker die Höhepunkte seiner beruflichen Karriere.

„Ich komme immer wieder gerne heim ins Montafon, hier ist es am allerschönsten.“

„Das private Umfeld muss natürlich passen“, erklärt der Gaschurner, immerhin ist er in Notfällen praktisch jederzeit erreichbar. Mit seiner Partnerin lebt er im Elternhaus in Gaschurn, dass er selbst saniert hat. Die Kinder stehen schon auf eigenen Füßen. Im Urlaub fährt Wachter gerne Motorrad, er habe schon fast ganz Europa gesehen, erzählt er. „Ich komme immer wieder gerne heim, hier ist es doch am allerschönsten“. Neben den Bergen hat es Wachter dabei auch der Bodensee angetan. Zudem ist er bereits seit über 40 Jahren bei der Bürgermusik Gaschurn. Mehr als 20 Jahre war er Obmann, er hat die Ehrenobmannschaft verliehen bekommen.

Tag der offenen Tür

Dieses Wochenende ist Arnold Wachter für das jüngste Mitglied unter „seinen“ Kraftwerken eingespannt. Beim Tag der offenen Tür, morgen Samstag, sowie übermorgen, Sonntag, wird er mit seinem Team an den Infoständen dabei sein und die technisch interessierten Besucher informieren. Die Vorbereitungen seien bereits abgeschlossen, berichtet er und verspricht allen Besuchern ein unvergessliches Erlebnis auf der Silvretta. Besonders die Führungen durch die große Maschinenhalle, die tief im Berg vergraben ist, seien etwas ganz Besonders. Dazu kommt ein Programm im großen Festzelt. „Es wird ein toller Ausflug für die ganze Familie und die illwerke vkw laden ein“, macht er Werbung.

„Ich bin noch voll motiviert, der Ruhestand ist noch kein Thema“, denkt Wachter nicht ans Leben nach der Arbeit. Wenn er sich einmal zur Ruhe setze, werde er jedenfalls im Montafon bleiben.

Arnold Wachter

Der gelernte Elektriker leitet die Kraftwerke Montafon Vermunt.

geboren am 17. Oktober 1961

Lebt mit Partnerin in Gaschurn

Elektrikerlehre bei Illwerke, seither immer im Unternehmen

Hobbys: Technik, Musik, Motorrad und Wandern