Überarbeitet: das kann der neue VW-Bus

Vorarlberg / 31.08.2019 • 13:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Erste VN-Testfahrten mit dem überarbeiteten VW T6. Anfang November steht er bei den Händlern. WERK

VW Bulli 6.1: Mit 70 Jahren digital zu neuen Höhen.

Volkswagen Die Ikone unter den leichten Lastern erhält zu ihrem 70. Geburtstag ein umfassendes Facelift. Die neue T-Generation 6.1, also Transporter, Caravelle und Multivan, tritt ab Spätherbst an: nicht nur äußerlich aufgefrischt, auch digitalisiert und teilautomatisiert.

Bauhaus auf Rädern: So ging der Bulli 1949 an den Start. Ungekünstelt im Design, perfekt in der Raumausnutzung. Seit sechs Generationen bewegt sich jetzt der kleine Laster in den verschiedensten Varianten getreu dem Motto ,,Form follows Function“. Mit dem 6.1 tritt auch das Kultmodell in die Epoche der Digitalisierung ein. Völlig neu unter seinesgleichen ist die elektromechanische Servolenkung. Sie ermöglicht aktiv mitlenkende Assistenzsysteme.

Pkw-Niveau im Innenraum.
Pkw-Niveau im Innenraum.

Überhaupt: Der Bulli 6.1 geht online, informiert auf Wunsch komplett digital, bietet teilautomatisierte Fahrfunktionen. Die Legende erhält darüber hinaus ein Upgrade der Ausstattungen und ein, allerdings nicht allzu tiefgreifendes, Update des Designs. Das neue Gesicht schafft eine gewisse Nähe zum eleganten Styling des VW-Coupés Arteon.

Total vernetzt

Technologisch gesehen: Keine Spur mehr von der ursprünglichen Schlichtheit und reinen Zweckmäßigkeit. Der Bulli der Generation 2020 ist total vernetzt. Sein ,,Digital Cockpit“ und seine Infotainmentsysteme verschmelzen zum digitalisierten Arbeitsplatz. Sofern tatsächlich Arbeit mit der Nutzung des ,,Lieferwagens“ (Transporters in diversen Versionen) verbunden ist. Am Volant einer ,,Caravelle“ oder eines ,,Multivan“ wird eher Reisevergnügen im Vordergrund stehen. Fahrkomfort und Ausstattungsluxus lassen sich mit dem nobler Limousinen durchaus vergleichen.

Die Online-Anbindung via Digital Cockpit ermöglicht den Einsatz neuester Technologien. Etwa die der natürlichen Sprachsteuerung. ,,Hey Volkswagen“ reicht, schon hört der Bulli aufmerksam zu. Ein Wunsch statt der Tastatureingabe (,,Ich möchte nach Salzburg zum Festspielhaus“) und schon spurt der ,,VW-Bus“.

Der Bulli hat Assistenten fürs Spurhalten, fürs Ein- und auch das Ausparken sowie für das Rangieren mit Anhängern (bis zu 2500 Kilo Anhängelast). Die bekannten Schlupf- und Bremsregelsysteme wurden durch eine weitere Funktion verfeinert. Ein Seitenwindassistent stabilisiert die Ikone falls der Wind zum Sturm wird. Wie gehabt, steht auch der 4motion-Allradantrieb zur Wahl. Etwa die Hälfte aller Bulli-Käufer werden sich für Allradler entscheiden.

E-Bulli mit ,,Spar-Akku“

Die Triebwerkspalette umfasst vier Dieselmotoren von 90 bis 199 PS. Die 90-PS-Aggregate kommen nur in den Lkw-Versionen zum Einsatz, die im Modellmix etwa 40 Prozent ausmachen. 60 Prozent rekrutieren sich aus Bussen und Freizeitmobilen der T-Reihe. 2021 geht’s mit den Bulli-News elektrisch weiter. Da rollt der VW-Bus als E-Bulli an den Start, mit unterschiedlichen Reichweiten, abhängig von der Leistungskraft seiner Akkus.

Aktuell sind auf Österreichs Straßen mehr als 120.000 T-Modelle unterwegs. Seit der Einführung 1949 kamen weltweit zwölf Millionen Bullis auf den Markt. In Österreich wurden in Summe 400.000 „Volkstransporter“ abgesetzt.

VW T6.1

Motor vier 2.0 Turbodiesel, 90 bis 199 PS (90 PS nur für Lkw)

Preis noch nicht feststehend, T6.1 Kastenwagen Entry (Basis) ab 23.500 Euro exkl. Mwst.

Marktstart Anfang November

Bestseller in Österreich: Aktuell sind mehr als 120.000 T-Modelle auf den heimischen Straßen unterwegs.
Bestseller in Österreich: Aktuell sind mehr als 120.000 T-Modelle auf den heimischen Straßen unterwegs.