Auf den Spuren von Ernest Hemingway

Vorarlberg / 01.09.2019 • 16:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„Ich bin ein sehr positiver Denker.“
              
               VN/Stiplovsek

„Ich bin ein sehr positiver Denker.“

VN/Stiplovsek

Zeitungsmacher von der Pike auf, Buchautor und Afrika-Fan.

BLUDENZ „Ich bin sehr vom positiven Denken geprägt, deshalb heißt es für mich immer, morgen geht es auf jeden Fall weiter.“ So lautet das Lebensmotto von Günther J. Wolf (80), der seit über fünf Jahrzehnten journalistisch tätig ist und der das Zeitungsmachen von der Pike auf gelernt hat.

Wolf, der heuer am 17. Mai seinen 80. Geburtstag feiern konnte, schreibt nach wie vor Bücher sowie Kulturartikel nicht nur in Österreich, sondern auch in der Schweiz und in Liechtenstein.

Bis ins vergangene Jahr hat er auch noch größere Reisen unternommen, etwa nach Westafrika.

Er hat zahlreiche Prominente, vor allem aus Kultur und Politik, persönlich kennengelernt und gibt auch noch immer laufend neue Bücher heraus. Zu seinen Hobbys gehört auch das Lesen. „Ich lese alles, was mir in die Hände kommt und bin nach wie vor sehr an Politik, vor allem der Innen- sowie der Europapolitik interessiert. Bei der Europapolitik faszinieren mich vor allem die Beziehungen zwischen Europa und Afrika“, fährt Wolf fort. Aktuell hat er ein Buchmanuskript unter dem Titel „Afrika Transfer“ fertig. Vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2010 mit dem Großen Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg, wurde Wolf vor allem für seine Schriften über die Zeit 1924/25 und 1925/1926, die der Nobelpreisträger für Literatur 1954, Ernest Hemingway, in Schruns verbracht hatte.

Recherchen zum Thema „Ernest Hemingway“ führten Günther J. Wolf nach Frankreich, Spanien und Ostafrika. Im Jahr 2000 gab er das inzwischen vergriffene zweisprachige Buch „Paradies ohne Wiederkehr“ über die Montafon-Aufenthalte von Ernest Hemingway heraus.

Als Kulturmanager hat Wolf 1978 die Bludenzer Literaturtage ins Leben gerufen, an denen prominente Autoren teilnahmen, sowie das Filmfestival „Alpinale“ gegründet. Dort war er ein Jahrzehnt Präsident. Auch der Literaturkreis „Klopfzeichen“ in Lorüns geht auf seine Initiative zurück. Mit einem Literaturwettbewerb und weiteren kulturellen Veranstaltungen in der Region Bludenz wandte sich dieser Literaturkreis vorwiegend an Nachwuchstalente. Das „Filmfestival“ „Alpinale“ gehört heute zu den international bekanntesten Kurzfilmfestivals.

Auf sein Betreiben wurden auch das Hemingway-Memorial in Schruns sowie die Hemingway-Ausstellung im Schrunser „Haus des Gastes“ realisiert.

Geboren wurde Günther J. Wolf 1939 in Friedrichshafen, wo sein Vater in den Dornier-Werken kriegsverpflichtet war. Er verbrachte einen Teil seiner Kindheit und Schulzeit in Bludenz, übersiedelte dann aber nach Feldkirch. Im Jahr 1959 schloss er seine Ausbildung als Typograf, Zeitungsmetteur und Abschlussredakteur ab. Nach Tätigkeiten u. a. als Pressereferent der Stadt Feldkirch, bei der Galerie Haas und als Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei der Rheintaler Grenzgemeinschaft übernahm er 1978 die Chefredaktion des „Anzeiger Bludenz“. Dort blieb er bis zur Pensionierung 2004 und ist noch immer als Kommentator tätig.

Zur Person

Günther J. Wolf

Geboren 17. Mai 1939 in Friedrichshafen

Bildungsweg Berufsausbildung als Typograf, Zeitungs-Metteur und Abschluss-Redakteur

Berufliche Tätigkeiten Tätigkeit als Journalist und Kulturmanager in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein

Familie verheiratet, zwei Kinder