Röthis arbeitet an Raumplanungskonzept

Vorarlberg / 04.09.2019 • 16:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Vorderlandgemeinde Röthis arbeitet an einem Räumlichen Entwicklungskonzept.VN
Die Vorderlandgemeinde Röthis arbeitet an einem Räumlichen Entwicklungskonzept.VN

Röthis bekommt ein räumliches Entwicklungskonzept, der Prozess läuft jetzt an.

Gernot Schweigkofler

Röthis In Röthis gibt es bisher weder ein räumliches Entwicklungskonzept (REK) noch einen räumlichen Entwicklungsplan (REP). Das wird sich jetzt ändern, denn die Vorderlandgemeinde hat im Juli die Vergabe zur Prozessbegleitung für ein REP an die Raumplanungsexperten von stadtland vergeben. Vorangegangen war die Installierung einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Gemeindevertretern, die nach erfolgter Ausschreibung mit mehreren Büros für Raumentwicklung ein Hearing durchgeführt hatte.

„Die Ergebnisse werden auch Handlungsempfehlungen enthalten, die für die politische Arbeit der nächsten Jahre wegweisend sind.

Roman Kopf, Bürgermeister Röthis

Die Inhalte des Raumplanungskonzepts werden vom Raumplanungsgesetz vorgegeben, dieses Gesetz schreibt den Gemeinden auch die Entwicklung eines derartigen Konzepts vor. Neun Themenfelder sind zu beachten – Bürgermeister Roman Kopf betont, dass alle gleichermaßen wichtig sind. Dennoch liege ihm gerade an den Aussagen über die örtlichen Vorzüge sowie deren Erhaltung und möglichen Verbesserung, den Aufgaben der Region und der übergemeindlichen Zusammenarbeit, der Erhaltung und Stärkung des Dorfzentrums sowie dem Verkehr besonders viel. „Die Erstellung eines räumlichen Entwicklungsplans ist für Röthis ein wichtiger Prozess“, hält er fest. „Die Ergebnisse werden auch Handlungsempfehlungen enthalten, die für die politische Arbeit der nächsten Jahre wegweisend sind.“ Im Vorderland wird bald auch an einem regionalen REK (regREK) gearbeitet, hier soll der Röthner REP die Positionen der Gemeinde festlegen.

Bürger reden mit

„Bevölkerungsinformation und Bürgerbeteiligung sind in einem REP-Prozess unerlässlich“, erklärt Kopf, dass die Bürger eingebunden werden sollen. So wird Ende November eine Raumwerkstatt stattfinden, hier kann die Bevölkerung Ideen und Anliegen zur räumlichen Entwicklung einbringen. Mithilfe gezielter Fragen werden dabei generelle, aber auch konkrete Wünsche erfasst. Zudem ist eine REP-Ausstellung gegen Ende der Entwurfsplanung vorgesehen. Hier wird der Entwurf vorgestellt und die Bürger haben nochmals Gelegenheit, Anmerkungen zu machen, die in die Endversion einfließen sollen. Zudem werde man während des Prozesses laufend via Gemeindemedien kommunizieren. „Bevölkerungsbeteiligung fördert Verständnis und Akzeptanz und damit die Umsetzbarkeit der REP-Aussagen“, betont Kopf.

Der Entwicklungsprozess steht derzeit noch am Anfang. Bisher erfolgte eine Besprechung des Bürgermeisters mit den Experten von stadtland. Ab Oktober konstituiert sich dann eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit stadtland, die das REP erstellen wird.

Land finanziert mit

Die Auftragssumme liegt bei 40.000 Euro. Mit den Auflageverfahren, den Veranstaltungen mit der Bevölkerung und einem Puffer für Unvorhergesehenes könnte die Entwicklung laut Kopf bis zu 60.000 Euro ausmachen, wobei das Land 41 Prozent übernimmt. Röthis wird das REP deshalb maximal 35.400 Euro kosten.