Inspektorin Amy King: „Ich will, dass sich Kinder was trauen“

Vorarlberg / 06.09.2019 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Amy King von der Polizeiinspektion Feldkirch leitet die Verkehrserziehung der Erstklässler in der Montfortstadt. VN-Sohm
Amy King von der Polizeiinspektion Feldkirch leitet die Verkehrserziehung der Erstklässler in der Montfortstadt. VN-Sohm

VN-Schulserie 11/12: Inspektorin Amy King (26) koordiniert die Verkehrsprävention an Feldkirchs Volksschulen.

Feldkirch Sie kommt aus Schwarzach, versieht aber seit dem Jahr 2012 ihren Dienst bei der Polizeiinspektion Feldkirch: die 26-jährige Inspektorin Amy King. Und wenn für die Erstklässler der Ernst des Lebens beginnt, wird es auch für sie und mehrere KollegInnen richtig ernst in Sachen Verkehrsprävention für die Schützlinge.

„Feldkirch ist eine Schulstadt“, sagt sie. Gleich mehrere Volksschulen sind in den einzelnen Stadtbezirken wie etwa Gisingen oder Altenstadt beheimatet. Ab dem 9. Dezember beginnt für die angehenden Volksschüler nicht nur das Lernen von Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern auch das selbstständige Bewegen im Straßenverkehr. Und das ist die primäre Aufgabe der Polizei im Rahmen der Verkehrsprävention an den Volksschulen, deren Koordination Amy King seit sieben Jahren leitet. Wie in allen Bezirken Vorarlbergs wird dies auch in Feldkirch von verschiedenen Polizeibeamten bewerkstelligt. „Zwar nicht gleich vom ersten Tag an, doch gleich mal in den ersten Wochen“, sagt die Inspektorin.

„Ich will, dass sich die Kinder was trauen.“

Amy King, Koordinatorin Verkehrsprävention in Feldkirch

Und die Vorgangsweise? „Die Landespolizeidirektion lässt uns hier individuelle Freiheiten, doch sie sind im Wesentlichen überall dieselben. Zunächst werden die Klassen von uns aufgesucht und das Thema gemeinsam theoretisch mit den Schülern aufgearbeitet. Dann geht es gemeinsam auf die Straße, etwa auf Schutzwege, um dort das richtige eigenständige Verhalten zu üben“, so die 26-Jährige. „Und die Kinder machen das mit Begeisterung“, fügt sie hinzu.

Bitte kein „Elterntaxi“

Einen wichtigen Beitrag dazu sollten aber auch die Eltern leisten, appelliert Amy King, die keine Freundin des sogenannten „Elterntaxis“ ist. „Ich will, dass sich die Kinder was trauen“, spricht sie das Erlernen des selbstständigen Verhaltens der Kleinen auf dem Schulweg an. Und nennt gleich ein Beispiel: „Da gibt es einen Papi, den ich schon des Öfteren in der Nähe unserer Polizeiinspektion beobachtet habe. Er hat sein Kind regelmäßig zu Fuß auf dem Schulweg begleitet und mit ihm das richtige Verhalten geübt – ein besonders schönes Beispiel einer Vater-Kind-Beziehung.“ Und zum Schluss noch ein Appell der Inspektorin: „Bitte nie auf die Schutzwesten vergessen.“