Bildungschancen von klein auf und verpflichtend Ethik pauken

Vorarlberg / 09.09.2019 • 18:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Vorarlbergs SP mit Forderungskatalog im Bildungsbereich.

Bregenz Kleinkindbetreuung und Kindergärten sind Bildungsstätten. Der Zugang muss so wie bei der Schule ohne finanzielle Barrieren möglich sein, sagen die Sozialdemokraten. Sie
präsentierten unter dem Titel „Lebens-Chance Bildung“ ihr Wahlprogramm zum Thema Bildung. Für die Entwicklung der Kinder komme neben der elterlichen Liebe und Fürsorge der Kleinkindbetreuung und dem Kindergarten eine besondere Bedeutung zu. „Daher setzen wir uns für die beste Qualität dieser Einrichtungen ein“, betont Parteichef Martin Staudinger. „Das beste Angebot nützt nur bedingt, wenn es zu wenig davon gibt oder zu teuer ist. In Vorarlberg ist beides der Fall. So haben wir bundesweit die zweitmeisten Schließtage bei den Betreuungseinrichtungen. Für viele berufstätige Eltern stellen die Sommerferien eine organisatorische Herausforderung dar. Wenn es dann um mehrere Kinder geht, die verschiedene Einrichtungen mit verschiedenen Schließtagen besuchen, ist das Chaos perfekt. Wir sagen daher: Schließtage deutlich reduzieren.“ Aus der Sicht von Staudinger und Pflichtschulgewerkschafter Gerhard Unterkofler stellt die verschränkte Ganztagesschule auch für Kinder die beste Variante dar. Zu unnötigem Druck führe die frühe Trennung in Mittelschul- und Gymnasiumsschüler.  Und die Volksschule benötige ein Zweilehrersystem für kleinere Gruppen oder Teamteaching. „Ziel ist es, die hohe Anzahl an Schulabbrechern auf null zu reduzieren. Kinder und junge Erwachsene müssen eine Perspektive haben und verstehen, warum sich Bildung lohnt.“ Denkbar ist für Staudinger und Unterkofler auch eine überregionale Kooperation mit Universitäten in Deutschland oder der Schweiz. „Was spricht dagegen, in Vorarlberg eine Filiale der ETH Zürich zu haben?“ Darüber hinaus tritt die SP für ein Schulfach „Politische Bildung“ und einen Ethikunterricht für alle ein. „Ethikunterricht soll kein Ersatz für den Religionsunterricht sein, sondern Regel für alle Schüler einer Klasse. Gerade Schülern verschiedener Religionszugehörigkeiten sollten gemeinsame ethische Werte vermittelt werden.“ VN-TW

„Was spricht dagegen, im Land beispielsweise eine Filiale der ETH Zürich zu haben?“