Rätsel um skelettierte Leichen in Dornbirn

Vorarlberg / 09.09.2019 • 22:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Fundort der sterblichen Überreste befindet sich etwa 200 Meter oberhalb des Waldbades Enz. Autengruber
Der Fundort der sterblichen Überreste befindet sich etwa 200 Meter oberhalb des Waldbades Enz. Autengruber

Lustenauer machte makabren Fund oberhalb der Gütlestraße.

Dornbirn Seit im November 2018 in Dornbirn Knochenteile einer als abgängig gemeldeten Lustenauerin gefunden wurden, hat René Autengruber, ebenfalls aus Lustenau, keine Ruhe mehr. Ständig macht er sich im Auffindungsgebiet im Bereich des Spätenbachs im Gemeindegebiet von Dornbirn auf die Suche nach mehr sterblichen Überresten der Frau.

Und das auch mit Hilfe eines Mediums, wie er den VN sagte. „Es gibt einen Schweizer Spezialisten auf diesem Gebiet. Er sagte mir, ich solle im Bereich Gütle nach dem Rucksack von Gloria suchen.“ Am 1. September dieses Jahres wurde Autengruber oberhalb der Gütlestraße fündig. Doch nicht im erhofften Sinne. „Ich fand ein Skelett und einen schwarzen Rucksack. Der Tote war mit einer Schürze mit der Aufschrift ‚coffee‘ bekleidet“, erzählt der Lustenauer, der damals sofort die Polizei informierte. Beamte, unter ihnen Spurensicherer des Landeskriminalamtes, erschienen umgehend am Auffindungsort.

Tote im höheren Alter

Noch während die Polizisten vor Ort den Sachverhalt aufnahmen, stießen sie nur wenige Meter entfernt auf eine zweite Leiche. Wie sich herausstellte, dürfte es sich bei den aufgefundenen Toten um eine weibliche und eine männliche Person, beide bereits im höheren Alter, gehandelt haben. Die genaue Liegezeit der Leichen konnte noch nicht eruiert werden, dürfte aber mehrere Jahre betragen. Derzeit sind umfassende Untersuchungen der Gerichtsmedizin in Innsbruck und des Landeskriminalamtes in Bregenz im Gange, um eine Identifizierung der Verstorbenen zu ermöglichen. Da in Vorarlberg kein entsprechender Vermisstenfall aktenkundig ist, werden zurzeit auch entsprechende Fahndungen aus dem Ausland überprüft. Aufgrund der Auffindungssituation, der Spurenlage am Auffindungsort sowie der Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Obduktion ist nicht vom Vorliegen einer Straftat auszugehen.

Kein Verdacht auf Verbrechen

Polizeisprecher Wolfgang Dür zu den VN: „Beide Toten sind in der vergangenen Woche im gerichtsmedizinischen Institut in Innsbruck obduziert worden. Obwohl es keinen Hinweis auf Fremdverschulden gibt, ist die konkrete Todesursache noch unklar.“

„Der Tote war mit einer Schürze mit der Aufschrift ‚coffee‘ bekleidet“.“