Engel-Kreisverkehr verliert Schrecken

Vorarlberg / 10.09.2019 • 20:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Engel-Kreisverkehr in Lustenau ist stark frequentiert. 37.000 motorisierte Fahrzeuge sind dort täglich unterwegs. VN/Steurer
Der Engel-Kreisverkehr in Lustenau ist stark frequentiert. 37.000 motorisierte Fahrzeuge sind dort täglich unterwegs. VN/Steurer

Baustart für Umfahrungsradweg am gefährlichsten Verkehrshotspot Lustenaus.

Lustenau Der Engel-Kreisverkehr in Lustenau ist nicht nur ein stark frequentiertes, sondern auch ein gefährliches Pflaster. Schwerfahrzeuge befahren das Nadelöhr auf dem Weg zur Schweizer Grenze oder zurück ebenso wie Pkw, die von dort in verschiedenste Richtungen abbiegen. 37.000 motorisierte Fahrzeuge werden durchschnittlich an einem Arbeitstag am Engel-Kreisverkehr registriert.

Dazu gesellen sich 750 Radfahrer, die bisher nur über den gefährlichen Hotspot in den Ortsteil Hasenfeld gelangen können und von dort wieder in die Ortsmitte. Viele von diesen Radfahrern sind Schüler, die die Schulen im Hasenfeld besuchen.

Dass der Engel-Kreisverkehr ein heißes Pflaster ist, beweist die Unfallstatistik. Es gab dort bei Unfällen bereits Tote und Schwerverletzte, die Gefahr einer Kollision von Radfahrern mit einem Lkw ist allgegenwärtig.

Mehrere Umgestaltungen

Bald können die Pedalritter dem gefährlichen Verkehrshotspot entkommen. „Im Zuge der Bauarbeiten zur Erneuerung einer Hauptwasserleitung ist in der Flurstraße ein neuer drei Meter breiter und in beide Richtungen passierbarer kombinierter Geh- und Radweg geplant. Dieser wird an den bestehenden Übergang Grindelstraße angebunden“, beschreibt der Lustenauer Mobilitätsgemeinderat Dietmar Haller (56) das Projekt. Die Verkehrssituation beim Pkw-Parkplatz südlich des China-Restaurants wird laut Haller neu gestaltet, ebenso der Kreuzungsbereich Flurstraße/Negrellistraße. „In der Negrellistraße wird der neue Radweg komfortabel an den bestehenden Radweg entlang des Grindelkanals angeschlossen“, ergänzt der Gemeinderat, der seine Freude über das Projekt nicht verhehlen will: „Ich habe mich für dieses Vorhaben viele Jahre engagiert. Jetzt ist es endlich so weit.“

Der neue Radweg ist mit 150.000 Euro budgetiert und soll ab Ende Oktober zur Verfügung stehen.    VN-HK