Kindertheaterfest in Thüringen

Vorarlberg / 10.09.2019 • 06:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Alle Kinder waren bei der Abschlussaufführung in der Villa Falkenhorst mit großer Begeisterung dabei.BI

Kindertheaterworkshop in Ludesch wurde mit gelungener Aufführung in der Villa Falkenhorst abgeschlossen.

Thüringen Mit einem thematisch zeitlosen Stück der Kinderbuchautorin Mira Lobe, nämlich „Das Städtchen Drumherum“, fand der durch die beiden Theaterpädagoginnen Saskia Vallazza und Sabine Hennig initiierte Kindertheaterworkshop in Ludesch unlängst einen großartigen Abschluss in der Villa Falkenhorst in Thüringen.

Es waren vor allem Familienangehörige der kleinen Schauspieler, die dem Geschehen auf der Bühne aufmerksam folgten. Und es war beachtlich, was die Kinder im Rahmen des einwöchigen Workshops einstudiert hatten. Mira Lobe greift mit ihrem Stück ein Umweltthema auf: die Zerstörung von Grünflächen wegen bauwirtschaftlicher Interessen. Vallazza und Hennig haben dieses Stück sehr zeitgenössisch adaptiert, indem bereits zu Beginn die Bewegung „Fridays for Future“ zur Sprache kam.

Neben der Hauptbühne, auf der ein Wald zu sehen war, gab es eine Nebenbühne, auf der mittels Schattenspiel andere Zugänge zur vorrangigen Thematik vermittelt wurden. Schon zu Beginn hüpften aus dem Schattenbild zwei Frösche, bald kam eine tanzende Nachtigall auf die Bühne, kurz darauf eine eierlegende Henne. So füllte sich die Bühne mit allerlei Tieren, einschließlich Waldgeist Hullewulle, der am besten bei Vollmond zaubern konnte. Das Geschehen spielte sich vorwiegend am Waldrand bei einem Teich ab. Ältere Leute und Schulkinder fühlten sich an diesem idyllischen Flecken wohl. Doch dann gab es Bestrebungen von Geschäftsleuten, dieses schöne Fleckchen Erde für eine Dosenproduktion zu bebauen. Der Bezug zur aktuellen Kontroverse in Ludesch war unübersehbar.

Die von zwei Akteurinnen dargestellte Bürgermeisterin ließ sich zur Umwidmung überreden, da sie annahm, dass das ganze Dorf dadurch reich werde. Ihre beiden Töchter waren jedoch damit nicht einverstanden. Schlussendlich traten die Schüler in Aktion und demonstrierten mit Plakaten gegen die Bebauungspläne – und waren erfolgreich. Mit dem Schlusssatz „Wir brauchen den Wald, die Bäume und die Träume“ tanzten schließlich alle Schauspieler gemeinsam auf der Bühne. Alle Kinder waren mit Begeisterung dabei. Auch die Kostüme waren fantasievoll gestaltet. Das Publikum war begeistert und klatschte eifrig. BI