Rückkehr des Alpviehs

Vorarlberg / 10.09.2019 • 17:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Senn Jakob Mathis und Alpmeister Werner Bischof.
Senn Jakob Mathis und Alpmeister Werner Bischof.

106 Kühe gesund von der Alpe Gulm-Gävis zurück – Käse nimmt an Prämierung teil.

Satteins Traditionell Anfang September kehren die Kühe bunt geschmückt von den Alpen zurück. Auf der Alpe Gulm-Gävis endete die erfolgreiche Alpsaison am Samstag. Das Alpvieh trotzte dem nasskalten Wetter und der herbstlichen Witterung und legte trotz tiefhängender Wolken den Marsch von der Alpe Gulm auf rund 1100 Metern zu den Höfen ins Tal nach Satteins zurück. Kurz nach Mittag kündigte sich das Vieh mit dem Gebimmel der Kuhglocken an und trieb die Schaulustigen auf die Straßen von Satteins. „Der Nebel dämpfts Gschirr“, erklärten Experten das erst spät zu vernehmende Läuten.

Fröhliche Feier  

Viele zogen heuer den trockenen Stall auf dem Hof von Gerhard Malin den verregneten Straßen vor, die Kühe gebührend im Tal zu empfangen. Hier begann bereits um 11 Uhr eine fröhliche Feier, wo die 106 Kühe von 18 Bauern und ihren Familien aus Satteins, Übersaxen, Frastanz, Laterns, Dünserberg und aus dem Montafon empfangen wurden. Alle Kühe, die in der rund 100 Tage währenden Alpsaison 165.000 Liter Milch produzierten, wurden wieder gesund ins Tal zu ihren Eigentümern zurückgebracht.

Bester Alpkäse

Die Krönung einer guten Alpsaison ist natürlich ein ausgezeichneter Alpkäse. Alpmeister Werner Bischof und Senn Jakob Mathis schnitten auf dem Fest feierlich den Alpkäse an, der heuer eine ausgezeichnete Qualität verspricht. Sowohl der dreimonatige als auch der einjährige Alpkäse nehmen an der Vorarlberger Käseprämierung in Schwarzenberg teil, wo am kommenden Samstag, 14. September, wieder der beste Käse des Landes gekürt wird.  Den Blumenschmuck der Kühe mit Distel, Erika und Wacholder gestaltete Erika Kaufmann. Selbstverständlich nahm auch Alp­hirt Lukas Schwarzhans an der Feier zur Rückkehr des Alpviehs teil. „Wir hatten eine unfallfreie Saison, einen guten Sommer und zum Glück mehr Regen als im Sommer des vergangenen Jahres“, so Schwarzhans. HE

Alle Tiere und ihre Hirten, die den Sommer auf der Alpe Glum-Gävis verbrachten, kehrten wohlbehalten ins Tal zurück. HE
Alle Tiere und ihre Hirten, die den Sommer auf der Alpe Glum-Gävis verbrachten, kehrten wohlbehalten ins Tal zurück. HE