Den Montfortern auf der Spur

Vorarlberg / 11.09.2019 • 14:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Werner Gerold bot eine spannende Zeitreise durch sechs Generationen der Montforter. Heilmann
Werner Gerold bot eine spannende Zeitreise durch sechs Generationen der Montforter. Heilmann

Freitag um fünf widmete sich den Grafen von Montfort, die Feldkirch rund 200 Jahre lang prägten.

Feldkirch Im Rahmen der Themenführung „Freitag um 5“ warf Werner Gerold in der Jubiläumsausstellung „Von Hugo bis dato – Feldkirch 800″ einen Blick in die Geschichte der Grafen von Montfort, die fast 200 Jahre die Geschicke der Stadt Feldkirch prägten.

Der Name Montfort kommt aus dem Lateinischen und führt auf die frühere Burg Starkenberg bei Weiler/ Fraxern zurück. Hugo I. ließ sie Ende des 12. Jahrhunderts erbauen. Mit Hugo I. von Montfort entstand das neue Adelsgeschlecht, das auf die Pfalzgrafen von Tübingen zurückführt und später verschiedene Zweige entfaltete. Hugo I. gründete mit dem Johanniterkloster in Feldkirch und in Klösterle gleich zwei Klöster.

Werner Gerold beleuchtete zunächst die Hintergründe der Gründung der Stadt Feldkirch und nannte dabei strategische und wirtschaftliche Interessen als ausschlaggebend. Graf Hugo I. wollte eine Stadt gründen, die strategisch günstig an der Handelsroute über die Alpen lag. Diese führte damals über Fußach, Bregenz lag abseits davon.

Viele Zweige

Am interaktiven Relief Vorarlbergs konnte Gerold eindrucksvoll zeigen, dass Feldkirch mit seinen umliegenden Bergen und Schluchten als natürlichen Stadtmauern eine ideale geografische Lage besitzt. Was aber führte dazu, dass das Adelsgeschlecht der Montforter ausstarb? Ein Grund lag in der Realteilung, die das Herrschaftsgebiet der Montforter immer weiter zerteilte und zu Konflikten unter den Nachkommen führte.

Neben dem ersten Grafen, Hugo I, kennen viele Vorarlberger vor allem den letzten Montforter: Graf Rudolf V., der „gute“ Graf, dem die Feldkircher den großen Freiheitsbrief verdanken. Doch wer regierte dazwischen? Da gab es Grafen, die Kriege anzettelten und die eigene Stadtbevölkerung festnahmen, um Lösegeld von ihnen zu erpressen, wie Rudolf IV., und den mächtigen Reichsfürsten Rudolf III., der in Bologna studierte und zudem auch Bischof von Konstanz und Chur sowie Abt von St. Gallen war. Gespannt verfolgten die Teilnehmer der Führung die Zeitreise durch sechs Generationen der Montforter und ihr Wirken im Land Vorarlberg. HE