So sieht die neue Wälderhalle aus

Vorarlberg / 11.09.2019 • 19:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Jetzt ist es fix: Die Eishalle mit Diskothek wird rund. Die VN zeigen die ersten Pläne.

Geraldine Reiner

Andelsbuch Lange hat es gedauert, jetzt ist es fix: Die Wälderhalle wird gebaut. Am Donnerstagvormittag laden die Investorengruppe und die Regio Bregenzerwald zu einer gemeinsamen Pressekonferenz in den Werkraum nach Andelsbuch. Ebenfalls mit von der Partie sind das Planungsteam, EC-Bregenzerwald-Obmann Guntram Schedler, der Andelsbucher Bürgermeister Bernhard Kleber und Landeshauptmann Markus Wallner. Der Titel der Veranstaltung: „Start frei für die Wälderhalle mit Diskothek“. Die VN lüften schon jetzt eines der bestgehüteten Geheimnisse. Denn noch ist alles streng geheim.

Fest steht: Die Wälderhalle wird rund statt eckig. Die Anzahl der Zuschauerplätze erhöht sich somit von 1300 auf knapp 1800. Mit den neuen Planungen sind auch die Kosten von etwa sieben Millionen auf knapp zehn Millionen gestiegen. Die Wälderhalle wird je zur Hälfte von privaten Investoren und der öffentlichen Hand finanziert. Interessierte Bürger können sich über eine Bausteinaktion an dem Projekt beteiligen. Wie bereits durchgesickert ist, liegen die Finanzierungszusagen von Land und Regio auch für das drei Millionen teurere Projekt mittlerweile auf dem Tisch. Derzeit wird die Baueinreichung vorbereitet. Der Baustart soll im kommenden Frühling erfolgen.

Seit über 20 Jahren

Die Erleichterung bei allen Beiteiligten dürfte groß sein, immerhin ist der EC Bregenzerwald seit über 20 Jahren auf der Suche nach einem Standort für eine Eishalle. Egal ob Mellau, Reuthe, Andelsbuch oder Schwarzenberg, immer wieder scheiterte das Projekt an politischen oder rechtlichen Bedenken. Auch die Bevölkerung zeigte sich von den Plänen nicht immer begeistert. Nach einem VN-Stammtisch im April 2012 nahm sich schließlich die Landesraumplanungsabteilung der Problematik an. Die Experten untersuchten 38 Standorte. Ende März sah es dann fest danach aus, dass die Wälderhalle in Alberschwende errichtet wird. Die Gemeindevertretung hatte den Grundstücksverkauf bereits abgesegnet.

Flussprojekt

Nach diversen Ungereimtheiten war allerdings auch dieses Kapitel beendete. Anschließend erteilte der Bund als Grundeigentümer einem Flussprojekt an der Bregenzerach eine Absage. Dort hätte die Wälderhalle auf der künstlichen Uferanlage bei der Bezauer Schlauchwehr errichtet werden sollen.

Nach den vielen Rückschlägen kam im Juni 2016 schließlich Bewegung in die Sache. Die Gemeinde Andelsbuch bekundete mit einem einstimmigen Beschluss die positive Grundhaltung zu einer Wälderhalle in der sogenannten Sporenegg-Kurve, verbunden mit einer Ausgehmöglichkeit für die Jugend. Kurz darauf folgte das Ja durch die Regio-Vollversammlung. Im Vorjahr kam den Betreibern noch eine strategische Umweltprüfung (SUP) dazwischen. Doch nun scheint alles in trockenen Tüchern zu sein.

Veranstaltungsstätte

Geht es nach den Betreibern, wird die Wälderhalle zu einem Veranstaltungsmittelpunkt im Bregenzerwald. Auf dem abgedeckten Eis sollen Konzerte und andere Events ausgetragen werden. Nachdem das E-Werk in Andelsbuch der Umfahrung zum Opfer fiel, wurde den Jugendlichen eine Alternative versprochen. Mit dem Bau der Wälderhalle wird diese Forderung nun Realität. Neben einer Diskothek ist ein weiteres Lokal vorgesehen, wie Betreibersprecher Hans Metzler im April durchblicken ließ.