Verkehr: Kinder in der Freizeit besonders gefährdet

Vorarlberg / 11.09.2019 • 15:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kinder auf dem Schulweg: Der VCÖ setzt sich einmal mehr für ein kindgerechtes Verkehrssystem ein. VN/STEURER

In Vorarlberg werden dreimal so viele Kinder in der Freizeit im Straßenverkehr verletzt wie auf dem Schulweg.

Schwarzach Am Montag hat in Vorarlberg wieder die Schule begonnen. Elterntaxis verursachen vor Schulen Verkehrsprobleme. Die Verkehrssicherheit am Schulweg ist höher als auf Freizeitwegen, wie eine aktuelle Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) zeigt. Der Schulweg ist für Kinder eine Chance, Kompetenz im Verhalten im Straßenverkehr zu lernen. Elterntaxis nehmen dem Kind diese Chance. Um die Verkehrssicherheit für Kinder insgesamt zu erhöhen, setzt sich der VCÖ für verstärkte Maßnahmen für ein kindgerechtes Verkehrssystem ein.

52 Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren wurden im Vorjahr in Vorarlberg bei Verkehrsunfällen am Schulweg verletzt, in der Freizeit wurden im Straßenverkehr mehr als 170 Schulkinder verletzt. Auch im 5-Jahreszeitraum 2014 bis 2018 war die Zahl der in der Freizeit im Straßenverkehr verunglückten Schulkinder um ein Vielfaches höher als am Schulweg.

Auf dem Schulweg wurden in diesen fünf Jahren in Vorarlberg 211 Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren bei Verkehrsunfällen verletzt. Außerhalb des Schulwegs in der Freizeit war die Zahl der verletzten Schulkinder mit knapp mehr als 750 mehr als dreimal so hoch, informiert der VCÖ.

„Die Verkehrssicherheit auf dem Schulweg ist höher. Schülerlotsen und Exekutive sichern Übergänge, Autofahrer sind aufmerksamer und vor vielen  Schulen wurden in den vergangenen Jahren Verkehrssicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Der Schulweg ist für Kinder die Chance, in einem gesicherten Umfeld Kompetenz im richtigen Verhalten im Straßenverkehr zu erlangen“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Werden Kinder mit dem Auto zur Schule chauffiert, wird ihnen diese Chance genommen.