Verkehr: Schulkinder in der Freizeit besonders gefährdet

Vorarlberg / 11.09.2019 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kinder auf dem Schulweg: Die VN appellieren mit ihrer Aktion „Denk dran Schulanfang“ für Rücksichtnahme im Verkehr. VN/Steurer
Kinder auf dem Schulweg: Die VN appellieren mit ihrer Aktion „Denk dran Schulanfang“ für Rücksichtnahme im Verkehr. VN/Steurer

SCHWARZACH In Vorarlberg werden dreimal so viele Kinder in der Freizeit im Straßenverkehr verletzt wie am Schulweg. Die Verkehrssicherheit am Schulweg ist höher als auf Freizeitwegen, wie eine aktuelle Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) zeigt. Der Schulweg ist für Kinder eine Chance, Kompetenz im Verhalten im Straßenverkehr zu lernen. Elterntaxis nehmen dem Kind diese Chance. Um die Verkehrssicherheit für Kinder insgesamt zu erhöhen, setzt sich der VCÖ für verstärkte Maßnahmen für ein kindgerechtes Verkehrssystem ein. 52 Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren wurden im Vorjahr in Vorarlberg bei Verkehrsunfällen am Schulweg verletzt, in der Freizeit wurden im Straßenverkehr mehr als 170 Schulkinder verletzt. „Die Verkehrssicherheit am Schulweg ist höher. Schülerlotsen und Exekutive sichern Übergänge, Autofahrer sind aufmerksamer und vor vielen Schulen wurden Verkehrssicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Der Schulweg ist für Kinder die Chance, in einem gesicherten Umfeld Kompetenz im richtigen Verhalten im Straßenverkehr zu erlangen“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Werden Kinder mit dem Auto zur Schule chauffiert, wird ihnen diese Chance genommen.