Grüne fordern Stopp von „Bodenfraß“

Vorarlberg / 12.09.2019 • 17:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nina Tomaselli und Johannes Rauch kämpfen für Bodenschutz. VN/HK
Nina Tomaselli und Johannes Rauch kämpfen für Bodenschutz. VN/HK

Landesregierung müsse neuem Raumplanungsgesetz nun Leben einhauchen.

Bregenz In Vorarlberg wurden seit 2006 47 Quadratkilometer an Boden – das entspricht der Fläche von Feldkirch – verbaut. Dass die Dynamik des Bodenverbrauchs nachgelassen hat, schreiben sich die Vorarlberger Grünen auf ihre Fahnen. Zufrieden geben wollen sie sich damit nicht. Sie verlangen weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Bodenverbrauchs. Dazu zählen:

» Verbindliche Ziele der Gemeinden, um Flächenverbrauch und Zersiedelung langfristig zu verhindern.

» Gesetzliche Beschränkung des Flächenverbrauchs auf höchstens 1250 Quadratmeter pro Tag.

» Begrenzung des Baulandüberhangs auf mittelfristig höchstens 15 Prozent. „Wir müssen höher bauen und verdichtet. Ich meine damit aber keine Hochhäuser“, betont Umweltlandesrat Johannes Rauch (60). Kommunen müssten gemeinsame Bauvorhaben realisieren, was eine Bündelung von Kommunalsteuern erfordere. So könne man einer weiteren Zersiedelung vorbeugen.

Ebenso sehen die Grünen die Reduzierung des Bodenverbrauchs als ökologisches Muss. Dazu gehöre auch die Entsiegelung von Parkplätzen, einhergehend mit verpflichtender Parkraumbewirtschaftung bei Einkaufszentren.

In Vorarlberg sind 42 Prozent der Bauflächen nicht genutzt. Die Grünen wollen die Eigentümer brach liegender Grundstücke künftig zur Kassa bieten. „Überschüssiges Bauland, das gehortet wird, ist Hauptverursacher für den galoppierenden Bodenverbrauch“, ist Nina Tomaselli (34) überzeugt. VN-HK