Neue neurologische Station in Rankweil eröffnet

Vorarlberg / 12.09.2019 • 18:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Landesrat Christian Bernhard, der designierte Abteilungsleiter Primar Phillip Werner und Landesrätin Katharina Wiesflecker in einer der „Kojen“ der neuen neurologischen Akutnachbehandlungsstation.KHBG/Mathis
Landesrat Christian Bernhard, der designierte Abteilungsleiter Primar Phillip Werner und Landesrätin Katharina Wiesflecker in einer der „Kojen“ der neuen neurologischen Akutnachbehandlungsstation.KHBG/Mathis

Rankweil Im Rahmen der Masterplanung des LKH Rankweil wurde zuletzt die neurologische Akutnachbehandlungsstation sowie die Wachkomastation generalsaniert. 5,5 Millionen Euro wurden in eine topmoderne neue Station investiert, die Bauarbeiten wurden bereits im Juli abgeschlossen. Gestern, Donnerstag, fand die Eröffnung statt, ab Oktober wird die Station, die jetzt über zwölf statt acht Akutbetten verfügt, den Betrieb aufnehmen.

Eigentlich handelt es sich hierbei um zwei Stationen, wie Primar Phillip Werner, der in Kürze neben der „Stroke-Unit“ in Feldkirch auch diese Abteilung leiten wird, erklärt. Die Neurologische Akutnachbehandlung wird für Patienten die nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma oder anderen neurologischen Auffälligkeiten nach der Erstbehandlung einer intensiven Nachbehandlung und viel Pflege bedürfen. Hier arbeiten Ärzte, Pflegepersonal aber auch Therapeuten eng zusammen. Die Patienten verbringen zwischen mehreren Tagen bis mehreren Wochen auf dieser Station, je nach Verlauf der Erholung können sie dann, gleich im selben Stockwerk, in die stationäre Nachsorge wechseln, von wo die Entlassung erfolgen kann. Neu ist, dass neben dieser Nachsorge auch die Station für Patienten, bei denen die Funktionen des Großhirns weitgehend ausgefallen sind – also sogenannten Wachkoma-Patienten – hier untergebracht wurde. Diese Station wechselt damit aus der Psychiatrie in die Neurologie. Die Chancen auf Heilung sind hier sehr selten, es handelt sich um eine Art Langzeitpflegestation. Auch hier stehen zwölf Betten zur Verfügung.

Der scheidende Landesrat Christian Bernhard zeigte sich sowohl von der Zusammenarbeit in der Bauphase als auch der fertigen Station begeistert. Sie zeige das stete Bemühen des Landes, die Infrastruktur im Land laufend anzupassen und zu verbessern. Primar Werner betonte auch, dass man den Patienten mittlerweile eine Vollversorgung in Sachen Neurologie anbieten könne. Nur noch in seltenen Ausnahmefällen müssten heute Patienten nach Innsbruck überstellt werden. VN-GMS