Bürgermeisterinnen gesucht

Vorarlberg / 13.09.2019 • 18:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Annette Sohler wird zwar erst 40, hat aber schon zwei Legislaturperioden hinter sich. Dabei bleibt es. STP
Annette Sohler wird zwar erst 40, hat aber schon zwei Legislaturperioden hinter sich. Dabei bleibt es. STP

Juniorpartner Dass Landesparteichef und LH Markus Wallner (52, VP) mit einer Fortsetzung von Schwarz-Grün liebäugelt, gilt nicht nur bei den Freiheitlichen als offenes Geheimnis. Dass Wallner sich mit dieser Haltung auch in seinen eigenen Reihen nicht nur Freunde macht, ist hinter den Kulissen mancherorts hörbar. Speziell im konservativ-bürgerlichen Lager stößt der grüne Juniorpartner manchmal sauer auf. Die Tatsache, dass Wallner stur an der Fortsetzung von Schwarz-Grün arbeite, erzürne sowohl manchen Wirtschaftstreibenden als auch den einen oder anderen VP-Bürgermeister im Land, wissen namhafte Funktonäre zu erzählen. Mancherorts wird, freilich hinter vorgehaltener Hand und im Stillen, sogar schon über die Zeit nach Wallner gesprochen. Mit einem Christian Gantner (38, VP) als Landeshauptmann wäre jedenfalls eine bürgerliche Koalition längst gesichert, wagen manche Schwarze und Blaue bereits einen Blick in die ferne Zukunft.

 

Zahlenspiele Wenn es um die Kosten städtischer Hochbauprojekte geht, sind die Dornbirner Neos mehr als skeptisch. Vor allem der pinke Volksvertreter Michael Klocker (42) versäumt keine Gelegenheit, angebliche Kostenüberschreitungen anzuprangern. Die Zahlenakrobatik des Mathe-Professors bringt vor allem Hochbaustadtrat Walter Schönbeck (59, FP) regelmäßig auf die Palme. Er wirft den Neos vor, Tatsachen und Fakten bewusst zu verdrehen, um ihn und die Planer in Misskredit bringen zu können. Auf Schönbecks Seite stellt sich auch Vizebürgermeister Martin Ruepp (63, VP). Er kündigte schon vor Wochen an, die Abrechnungen über die wichtigsten städtischen Bauvorhaben öffentlich zu machen, um zu zeigen, dass professionell und ohne Kostenexplosionen gebaut wurde und wird. Bis dato ist dies allerdings nicht geschehen. Bei den Neos vermutet man deshalb, dass der Vize kalte Füße bekommen hat.

 

Bürgermeisterinnensuche Frauen sind auf den Bürgermeistersesseln des Landes eine Ausnahme. Zwar hat Vorarlbergs größte Stadt mit Andrea Kaufmann (50) eine Bürgermeisterin, sie ist aber nur eine von sieben Bürgermeisterinnen in 96 Gemeinden. Im März des kommenden Jahres steht die nächste Bürgermeisterwahl an, um die Zahl der weiblichen Amtsträger ist es nicht gerade besser bestellt. Die Lingenauer Bürgermeisterin Annette Sohler (39) hat bereits bekannt gegeben, nicht mehr antreten zu wollen. In Schlins hat Gabriele Mähr (55) ihren Rücktritt nach der Wahl erklärt. Die Nachfolgesuche läuft. Da es allgemein an Kandidaten mangelt, dürfte die Geschlechterfrage eine nachgeordnete Rolle spielen. Zum Nachteil des Frauenanteils.

„Ich bin ein Freund des Zack-Zack, denn Zick-Zack ist das, was die ÖVP macht.“Herbert Kickl, ehemaliger Innenminister und blaue Nummer zwei, ist seit Ibiza im Wahlkampfmodus.

„Ich bin ein Freund des Zack-Zack, denn Zick-Zack ist das, was die ÖVP macht.“

Herbert Kickl, ehemaliger Innenminister und blaue Nummer zwei, ist seit Ibiza im Wahlkampfmodus.

„Es kann ja nicht sein, dass unsere Kinder nach Wien fahren und als Grüne zurückkommen.“ÖVP-Klubobmann August Wöginger wünscht sich von den Kindern mehr Gehorsam.

„Es kann ja nicht sein, dass unsere Kinder nach Wien fahren und als Grüne zurückkommen.“

ÖVP-Klubobmann August Wöginger wünscht sich von den Kindern mehr Gehorsam.

„Koblach ist mehr als Rhesi. Ich bin nicht glücklich, dass Koblach derzeit darauf reduziert ist.“Koblachs Bürgermeister Gerd Hölzl im ersten VN-Interview zum Hochwasserschutzprojekt.

„Koblach ist mehr als Rhesi. Ich bin nicht glücklich, dass Koblach derzeit darauf reduziert ist.“

Koblachs Bürgermeister Gerd Hölzl im ersten VN-Interview zum Hochwasserschutzprojekt.