Viehbetrieb im Walgau droht Verlust des gesamten Bestandes – 53 Tiere

Vorarlberg / 16.09.2019 • 18:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wo vorher noch viele Tiere waren, ein leerer Stall: Das droht einem Rnderbetrieb im Walgau. VN/STEURER

Nach dem TBC- Erreger-Fund in geschlachteter Kuh, waren am Montag 30 weitere Tiere im Haut-Schnelltest positiv.

Bregenz Im Fleisch einer geschlachteten Kuh eines Walgauer Betriebes wurde kürzlich bei der tierärztlichen Standardkontrolle der Rinder TBC-Erreger entdeckt. Auf die schlechte Nachricht folgte am Dienstag nun der Schock. Nachdem an 44 weiteren Tieren der Haut-Schnelltest durchgeführt wurde, zeigten 30 eine Reaktion. 

An acht weiteren Tieren, die sich zuvor auf einer Weide befanden, wurde heute der Hauttest durchgeführt. Was auch immer das Ergebnis sein wird: Schon jetzt steht fest, dass dem Landwirt und seinen Tieren Ungemach droht. Ursprünglich befanden sich auf dem Hof 53 Tiere: Milchkühe, Maststiere, Rinder. „Die ersten zehn Tiere werden am Mittwoch der Schlachtung zugeführt“, berichtet Agrar-Landesrat Christian Gantner (38, ÖVP). Sollte sich bei diesen das Ergebnis des Schnelltests bestätigen, droht die Keulung des gesamten Bestandes. Das ist notwendig, wenn 40 Prozent der Tiere eines Betriebes den TBC-Erreger ins sich tragen.

Die Dimension dieser Vorfälle im Walgau ist enorm. „Wir werden der schwer betroffenen Landwirtsfamilie die finanziellen Schäden ersetzen. Das emotionale Leid können wir freilich nicht lindern“, so Gantner.