Michael Ammann ist seit Juli der neue Rönser Bürgermeister

Vorarlberg / 18.09.2019 • 14:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Michael Ammann übernahm im Juli die Bürgermeisteragenden.

Bürgermeister aus Liebe zum Dorf.

Röns Seit Juli ist Landwirt Michael Ammann der neue Gemeindechef von Röns. Dass er einmal für die Dorfgeschicke verantwortlich zeichnen würde, hat er sich bis vor Kurzem nicht gedacht. Die VN-Heimat trafen sich mit dem Neo-Bürgermeister zum Gespräch.

Herr Ammann, wie kamen Sie zum Bürgermeisteramt?

Ammann: Anton Gohm legte nach 32 Jahren das Bürgermeisteramt nieder. In Sachen Nachfolge wurde auch ich gefragt, weil ich seit 15 Jahren in der Gemeindevertretung engagiert bin. Nach langem Hin und Her habe ich mich dazu entschlossen, das Bürgermeisteramt einstweilen zu übernehmen. Wichtig war mir, dass mir mein Sohn Tobias seine Unterstützung zugesichert hat, bei der Führung der Landwirtschaft mitzuhelfen. Ansonsten wäre das nicht möglich gewesen.

Was hat Sie am Amt gereizt?

Ammann: Mich motiviert vor allem das Wohlergehen unseres Dorfs. Ich möchte, dass hier etwas passiert und es weitergeht.

Werden Sie bei den kommenden Wahlen im Jahr 2020 wieder antreten?

Ammann: Ich habe mich noch nicht entschieden. Das hängt davon ab, ob ich alles unter einen Hut bringe und es mir gut dabei geht. Ich habe aber schon einen starken Rückenwind aus dem Dorf erfahren und viele freuen sich, dass ich das Amt übernommen habe. Es braucht aber auch eine starke Gemeindevertretung, Leute, die Ideen haben und sich einsetzen.

Wie waren die ersten Monate als Gemeindeoberhaupt?

Ammann: Ich bin ja erst ganz kurz, drei Monaten, im Amt. Es gibt viel Neues, Sachen, worüber ich früher gar nie nachgedacht hatte, z. B. was die örtliche Schule und den Kindergarten betrifft. Überrascht hat mich auch, wie sehr man als Kleingemeinde auf die finanzielle Unterstützung durch das Land angewiesen ist. Zum Glück stehen mir die beiden Mitarbeiterinnen Monika Reisch und Birgit Kögler zur Seite. Sie kennen sich super aus und unterstützen mich, wo es nur geht. Und in der Gemeindevertretung unterstützen mich insbesondere Birgit Knecht und Thomas Raggl.

Welche Gohmsche Tradition wollen Sie weiterführen?

Ammann: Man kann eigentlich nicht viel neu erfinden. Die Gemeinde ist so zu führen, dass die gewohnten Prozesse laufen und dass sich die Dorfbevölkerung in ihrer Gemeinde wohlfühlt. In der Gemeinde müssen wir dazu schauen, dass die Schule und der Kindergarten im Dorf bleiben und unser Vereinsleben erhalten bleibt.

Welche Projekte klopfen jetzt an?

Ammann: Derzeit erstellen wir ein neues Konzept für die Alpe Els, in dessen Entwicklung wir die Bevölkerung einbinden wollen. Weiter wird aktuell der Bebauungsplan überarbeitet und konkretisiert. Langfristig streben wir einen Wasserverbund mit Schlins an. Im letzten Sommer wurde es nämlich sehr knapp mit dem Wasser. Kommt der Verbund zustande, würden auch die Dreiklang-Gemeinden mit unseren Leitungen verbunden werden. Neben diesen vielen Baustellen und Projekten will ich jetzt aber nicht gleich neue Projekte initiieren. Jetzt gilt es erstmal, die bestehenden Arbeiten abzuschließen.

Zur Person

Michael Ammann

Geboren 2. Mai 1968

Familie verheiratet, ein Sohn

Hobbys Skifahren, Radfahren, Wandern