Immobilien für 82 Millionen: Was Blum seit 2013 gekauft hat

Vorarlberg / 19.09.2019 • 06:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In unmittelbarer Nähe der bestehenden Werke 7 und 8 sowie der Lehrwerkstatt konnte sich Blum das fast 24.000 Quadratmeter große einstige Huber-Areal sichern. VN/Lerch

Beschlägehersteller auf Immobilien-Einkaufstour: Warum damit neue Arbeitsplätze geschaffen werden sollen.

Höchst Der Grundbucheintrag ist erst wenige Tage alt. Vorarlbergs größtes Unternehmen, der Höchster Beschlägehersteller Blum, hat sich eine weitere Immobilie sichern können. In unmittelbarer Nähe zu den Werken 7 und 8 sowie der Lehrwerkstatt geht ein knapp 24.000 Quadratmeter großes Areal nun zur Gänze in Blum-Besitz über. Schon 2015 hatte der Industriebetrieb bei seiner Immobilien-Einkaufstour ein großes Stück des Areals von der Huber Vermögens GmbH gekauft. Laut VN-Recherchen war das Immobiliengeschäft für die 16.246 Quadratmeter große Liegenschaft 7,5 Millionen Euro schwer. Die restlichen Flächen (7708 Quadratmeter) waren Blum jetzt weitere 9,7 Millionen Euro wert. Verkäufer war auch diesmal die Huber Vermögens GmbH, die im Eigentum der gleichnamigen Unternehmerfamilie (Huber Schilder) ist.

Zukünftige Erweiterungsflächen

Auf VN-Anfrage bestätigt Blum das Immobiliengeschäft in Dornbirn. Derzeit werde die Liegenschaft von der Firma Visuform genutzt, die weiterhin Mieter auf dem Areal bleibe. Mit dem Kauf hat sich das stark wachstumsorientierte Unternehmen Flächen für die Zukunft gesichert. Das Gelände mit der Nähe zu den bestehenden Werken biete Potenzial, um den Standort Dornbirn später sinnvoll zu erweitern, heißt es seitens der Geschäftsleitung.

81,9 Millionen in sechs Jahren

Wachstum braucht Platz. Den hat sich der Beschlägehersteller in den letzten Jahren einiges kosten lassen, wie VN-Recherchen deutlich machen. Allein in den letzten sechs Jahren hat Blum laut Grundbuch Immobiliengeschäfte mit einem Gesamtvolumen von 81,9 Millionen Euro getätigt. Die Zahl der Kaufverträge summiert sich in dieser Zeitspanne auf 36, darunter 13 Grundstücke, 18 Gebäude, vier Einfamilienhäuser und eine landwirtschaftliche Fläche. Zu den größten Einzelanschaffungen zählt eine Liegenschaft in Feldkirch (Runastraße) im Vorjahr. Dort konnte Blum das Areal von Martin Holz für rund 15,5 Millionen Euro erwerben. Neben großen Grundstücken stehen auch kleinere Gebäude und Häuser auf der Einkaufsliste. Sie alle sind ausschließlich für betriebliche Zwecke erworben worden, teils als Tauschflächen oder Wohnungen für Mitarbeiter.

Bekenntnis zum Standort

Die umfangreichen Immobiliengeschäfte sieht Blum als Bekenntnis zum Standort Vorarlberg, zum Ausbau der bestehenden Werke und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze im Land. „Bei Grundstückskäufen verfolgen wir eine klare Unternehmenspolitik: Wenn sich Möglichkeiten im Umfeld unserer Werke bieten, versuchen wir uns diese als potenzielle Erweiterungsflächen zu sichern“, erklärt die Geschäftsleitung die Strategie der Zukäufe. Dies folge einer langfristigen Unternehmensorientierung, um auch in Zukunft Entwicklungsmöglichkeiten zu haben, heißt es weiter.

Wo die Julius Blum GmbH in den letzten 6 Jahren Immobilien gekauft hat