„Zemmaheba, den funktioniert alls“

Vorarlberg / 19.09.2019 • 17:08 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
50 gemeinsame Jahre schweißen zusammen.
50 gemeinsame Jahre schweißen zusammen.

Nenzing Vor 50 Jahren haben sich Frieda und Herbert Potusek am 19. September 1969 standesamtlich und am darauffolgenden Tag, dem 20. September in der Pfarrkirche Feldkirch-Levis das Jawort zu einem gemeinsamen Leben gegeben. Unter dem Schutz der heiligen Maria der Königin des Friedens haben sich die beiden damals ewige Liebe und Treue geschworen. Heute feiern sie die goldene Hochzeit im engsten Kreis ihrer Lieben.

Bei einem Dorffest in Rankweil haben sich Frieda Hämmerle und Herbert Potusek 1967 zum ersten Mal beim Autodromfahren gesehen. Für Herbert stand bald fest, dass er die Liebe seines Leben gefunden hatte. Sie verloren sich zuerst aus den Augen, doch einige Monate später trafen sich die beiden beim Bäcker Schnell in Feldkirch, bei dem Frieda als Verkäuferin arbeitete. An diesem besagten Tag dachten beide „So, jetzt ist es passiert!“. Nach einigen Verabredungen war es um die zwei endgültig geschehen, und sie verliebten sich in einander. Zwei Jahre später wurden sie glücklich vermählt und konnten mit Verwandten und Freunden im Rössle in Thüringen ihre Hochzeit feiern. Rund 30 Personen nahmen an dem Fest teil, darunter befanden sich die Geschwister der beiden sowie Friedas Vater und Herberts Mutter. Bis in die Morgenstunden wurde ausgiebig gefeiert.

Die erste gemeinsame Wohnung bezogen die beiden kurz nach ihrer Hochzeit in Frastanz beim Lindenplatz. Kurze Zeit später wurde Frieda zum ersten Mal schwanger, und die erste der drei Töchter, Monika, kam auf die Welt. Herbert arbeitete in der Firma Ganahl und Frieda beim Metzger Marte. 1975 wurde die zweite Tochter, Bianca, geboren. Sie zogen dann in eine größere Wohnung am Mühleplatz. Zwei Jahre später kam Tochter Christine auf die Welt. Frieda und Herbert mussten in der Zeit hart arbeiten, um die drei Kinder zu ernähren und noch Geld für ein Eigenheim anzusparen. Obwohl sie in Frastanz lebten, war der Lebensmittelpunkt der Familie Potusek in Nenzing. Friedas Geschwister unterstützten die beiden, indem sie zwischen den Bauzeiten auf die Kinder aufpassten. In der Zeit wurde mit viel Schweiß und Hilfe von Freunden und Verwandten das Eigenheim realisiert. 1988 zog die fünfköpfige Familie dann endlich in ihr eigenes Haus in Nenzing ein. Herbert war früher leidenschaftlicher Turner beim Turnverein Frastanz. Noch sehr jung kam er zu dem Sportverein. Auch heute schaut er sich gerne Turnveranstaltungen an. Als er nicht mehr aktiv sein konnte, fand er mit seiner Frau eine neue Leidenschaft. Die Berge und den Nenzinger Himmel begeistern beide. Durch das ganze Land zog es ihn, und an seiner Seite seine geliebte Frau mit den Kindern. Ob in Lech, im Bregenzerwald oder im Montafon, Herbert kannte sich überall aus. Der Lieblingsort zur Erholung fand die Familie aber im Nenzinger Himmel. Im Urlaub oder an den Wochenenden genoss die Familie den Alpenflair und das wohltuende Klima in der Gamperdona.

Ruhiges Leben

Nach 27 Jahren Arbeit bei der Firma Ganahl und 20 Jahren bei der Firma Degerdon wurde Herbert in seinen wohlverdienten Ruhestand geschickt. Frieda kam ein Jahr später in den Genuss des Ruhestandes, den sie sich auch hart verdient hatte: drei Kinder erziehen, nebenbei ein Haus bauen und auch noch Geld zur Haushaltskasse dazuverdienen, ist viele Jahre ihr Alltag gewesen.

Frieda und Herbert sind ein glückliches und zufriedenes goldenes Hochzeitspaar, dem die Kinder, Enkel und alle, die es kennen und schätzen, noch viele gemeinsame Jahre der Gesundheit wünschen.

Hochzeit am 20. September 1969 in der Kirche Feldkirch-Levis.
Hochzeit am 20. September 1969 in der Kirche Feldkirch-Levis.