Marcus Naumann ist für den Dreiklang und die Seilbahn Schnifis verantwortlich

Vorarlberg / 20.09.2019 • 12:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Naumann ist neuer Dreiklang-Geschäftsführer.VN/JLO

Beruflicher Perspektivenwechsel mit Aussicht.

Schnifis Das Leben nimmt oft unvorhersehbare Wendungen und nicht selten hat dabei der Zufall seine Hände im Spiel. Einer dieser Zufälle führte nun auch im Vorarlberger Oberland dazu, dass aus dem Meisterhirten von Unterpartnom, Marcus Naumann, im kurzen Zeitraum von knapp zehn Jahren der Geschäftsführer der Dreiklang-Region und Betriebsleiter der Seilbahn Schnifis wurde. Doch eines nach dem anderen.

Wie so häufig stand am Anfang der großen Veränderung eine Krise. „Vor knapp zehn Jahren, 2008, stand die Seilbahn Sonntag-Stein vor dem Aus und die Betreiber machten sich auf die Suche nach Lösungskonzepten“, informiert Naumann. „Die Lösung wurde in einer Vereinsgründung ähnlich jener der Seilbahn Schnifis gefunden.“ Da Naumann als Hirte von rund 60 Kühen ständig vor Ort war, wurde er kurzerhand gefragt, ob er hier künftig die Funktion als Geschäftsführer übernehmen wolle.

Die seilbahntechnische Karrieregondel eingehängt, folgte ein Betriebsleiterkurs in Innsbruck und kurz darauf das Studium Seilbahnmanagement (Management and Engineering) an der FH Vorarlberg. In den folgenden sechs Jahren, in welchen sich Naumann neben dem Studium um die Seilbahn Sonntag-Stein kümmerte, entstanden dabei innovative Projekte, welche er auch heute noch gerne besucht. „In dieser Zeit wurde der Klangraum Stein errichtet, ein neuer Grillplatz konzipiert, das Sommerkulinarium und das Ski-Opening initiiert“, führt der in Stuttgart Geborene stolz aus.

Im Jahr 2015 dann baute Naumann gemeinsam mit Frank Nigsch in einem beruflichen Intermezzo die Firma 2erlei Catering zu einer GmbH um. 2018 war es dann aber wieder so weit und der Ruf der Seilbahn zog Naumann zurück über den Amberg – mit 1. Oktober startete er seine Arbeit als „Betriebsleiter mit Prokura“ bei der Seilbahn Schnifis und ein halbes Jahr später, am 1. Juni 2019, seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Dreiklang-Region, in welche er sich nun – vorerst bis zur neuen LEADER Periode 2021 – mit neuer Begeisterung stürzt.

„Als Geschäftsführer einer so kleinen Seilbahn hat man viele Gestaltungsmöglichkeiten“, erläutert der 37-Jährige, wobei das oberste Ziel auf seiner Liste der Neubau der Bahn ist. Auch in Bezug auf den Dreiklang hat er klare Vorstellungen: „Ich finde es schade, dass die Region in Vorarlberg noch nicht so bekannt ist“, sagt Naumann. „Hier gilt es, die Information nach innen und nach außen zu intensivieren.“ Als persönliches Steckenpferd hat der in Raggal Wohnhafte die Fanni-Ammann-Tage anvisiert. „Gemeinsam mit Julia Beck will ich das noch stark ausbauen, wir haben bereits super Kooperationen in Aussicht.“

Neben der Arbeit, dem Haus mit Garten und Sport interessiert sich Naumann besonders für klassische Automobile der Marke Mercedes-Benz. Hier fasziniert ihn besonders die schlichte Eleganz der alten Fahrzeuge.