„Natürlich braucht es eine Debatte über den politischen Islam“

Vorarlberg / 20.09.2019 • 18:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Eva Grabherr sprach mit der „VN-Woche“ über Integration und Politik. VN/Steurer
Eva Grabherr sprach mit der „VN-Woche“ über Integration und Politik. VN/Steurer

Dornbirn Gerade in Wahlkampfzeiten ist Integration ein viel diskutiertes Thema. Wie funktioniert das Zusammenleben der verschiedenen Gruppen? Wie sieht die Situation innerhalb der verschiedenen Zuwanderergruppen aus? Sind Deutschkenntnisse wirklich wichtig? Und wie soll man mit dem politischen Islam umgehen? Niemand könnte diese Fragen besser beantworten als Eva Grabherr. Die Russ-Preis-Trägerin leitet seit 2001 die Projektstelle okay.Zusammenleben, die sich der Integration im Land widmet. Eva sitzt in ihrer Funktion zum Beispiel in einer Arbeitsgruppe zur Extremismusprävention, unter ihrer Federführung entstand die Vorarlberger Integrationsvereinbarung, sie schloss kürzlich eine Studie zu den Moscheevereinen im Land ab und steht in regelmäßigem Kontakt mit den Zuwanderergruppen selbst. Mit dem Podcast „Die VN-Woche, der Vorarlberg Podcast“ sprach sie ausführlich über die Situation im Land.

Zum Beispiel über die Stimmung gegenüber islamischen Zuwanderern und wie sie sich seit den Terroranschlägen im September 2001 verändert hat. Insgesamt sei die Stimmung mittlerweile weniger hysterisch als in den Jahren 2006 bis 2010. „Gerade in der Phase der letzten Regierung wurde das Thema jedoch hoch hysterisch diskutiert und debattiert“, fährt sie fort. Natürlich brauche es eine Debatte über den politisch Islam. „Es geht aber darum, wie darüber diskutiert wird.“ Hier ortet sie einen Unterschied zwischen Österreich und Vorarlberg. „Es ist österreichweit hysterischer geworden, in Vorarlberg hat es sich aber ein bisschen beruhigt.“

Die gesamte Folge der „VN-Woche“ ist auf VN.at zu hören oder auf allen gängigen Podcast-Plattformen von Apple bis Spotify.