Christine Galehr organisiert den ersten Nüziger Herbstmarkt

Vorarlberg / 21.09.2019 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christine Galehr wird mir ihren Taschen vor Ort sein. VN/JLO

Kreative Nüzigern nahm die Zügel in die Hand.

Nüziders Was hat ein Triathlon mit dem 1. Nüziger Herbstmarkt zu tun? Viel, wenn es nach der Hauptorganisatorin Christine Galehr geht, denn: „Zu meinem 40. Geburtstag hatte ich den Vorsatz, bei einem Triathlon mitzumachen“, erzählt Christine Galehr und weiter: „Als ich diesen geschafft hatte, habe ich mir gedacht, dass das mit den Vorsätzen ja recht gut klappt. Daraufhin habe ich mir vorgenommen, zu meinem 50. Geburtstag etwas Selbstgemachtes zu präsentieren.“ Morgen, knapp am vorgegebenen Ziel vorbeigeschrammt, ist es nun so weit und die 51-Jährige kann zum 1. Nüziger Herbstmarkt am Sonntag, 22. September, von 10.30 bis 17 Uhr bei der Mittelschule Nüziders laden.

„Die Idee für so einen Markt schwirrt schon lange im Dorf herum“, so die Organisatorin. Besonders im Galehrschen Bekanntenkreis gibt es viele kreative Menschen, die in ihrer Freizeit einem Handwerk nachgehen, ihre Ergebnisse aber noch nie präsentieren konnten. „Vor einem Jahr ging ich dann auf Martin Frohner und Ewald Frei zu, die sich auch gleich bereit erklärten, mit mir das Projekt zu verwirklichen.

Doch nicht nur das Organisatorenteam, scheinbar das ganze Dorf hilft bei der Premiere mit. So kümmert sich die Feuerwehr um die Krautspätzle, der Trachtenverein um Würstchen mit Pommes und der Chor Effatat um die Getränke. „Der Kirchenchor bietet zusätzlich auch Kaffee und Kuchen an“, so Christine Galehr, die noch viele weitere Vereine und deren Einsatzgebiete aufzählt. Neben der Pflege der dörflichen Gemeinschaft steht der rund 20 Stände umfassende Markt aber auch im Zeichen der Umwelt. So endet nicht nur die diesjährige Fahrradparade der Gemeinden Bürs, Bludenz und Nüziders in der Sonnenberggemeinde, auch über den Titel „Plastikfreier Markt“ dürfen sich die Organisatoren freuen, wird doch auf Geschirr und Besteck vom Sonnenbergsaal, der auch als Schlechtwetter-Alternativlocation dient, zurückgegriffen.

Christine Galehr selbst wird auf dem Markt mit ihren Taschen vertreten sein. „Ich nähe schon, seit ich ein kleines Mädchen war“, so Galehr. „Ich habe mir eigene Kleidung angefertigt, auch für meine Kinder habe ich das noch getan.“ Heute greift sie auf Materialien wie Vorhänge, Tischdecken oder Planen zurück und führt diese einem neuen Zweck zu. Besonders stolz ist Christine Galehr auch, dass die „Nähgene“ bereits in der Familie weitergegeben wurden. „Meine Enkelin Franziska hat bereits angefangen, fleißig zu nähen, und zu Weihnachten hat sie eigene Stoffe bekommen.“

Zur Person

Christine Galehr

Geboren 9. Jänner 1968

Beruf Rezeptionistin und Friseurassistenz

Familie verheiratet, vier Kinder, drei Enkelkinder

Hobbys E-Biken, Wandern, Singen