Geschafft! 24-Stunden-Demo vor dem Landhaus in Bregenz für Klimaschutz

Vorarlberg / 22.09.2019 • 12:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die 24-Stunden-Sitz-Demo startete am Samstag um 11:55 Uhr. FOTOS: VN/STEURER

Jugendliche von Fridays for Future demonstrierten seit Samstagmittag im Rahmen der am Freitag gestarteten weltweiten Klimaschutzwoche vor dem Landhaus. Damit wollen sie sich bei Politikern Gehör für ihre Anliegen verschaffen.

Bregenz Dass die Jugendlichen, die sich vor dem Landhaus in Bregenz versammelt haben, bereits seit 24 Stunden wach sind, um für den Klimaschutz zu demonstrieren, würde man nicht vermuten. Es wird musiziert, mit Passanten diskutiert und Schilder gebastelt. Sprüche wie „Auch wenn ihr nicht zuhört, sind wird laut!“ sind darauf zu lesen. „Die Aktion ist aus Frust heraus entstanden. Nach wie vor werden wir von Politikern nicht gehört“, erklärt Aaron Wölfling, Koordinator der Fridays for Future Vorarlberg, den Hintergrund der 24-Stunden-Demo. Gemeinsam mit rund 20 anderen jungen Leuten harrte er seit gestern, Samstag, um 11:55 Uhr bis heute kurz vor 12 Uhr vor dem Landhaus in Bregenz aus. „Denn es ist fünf vor zwölf, was den Klimaschutz betrifft.“

Die Fridays-for-Future-Bewegung habe zwar viel Zuspruch erhalten von der Politik, nur die Taten blieben aus. „Es ist zwar viel Symbolpolitisches passiert, aber konkrete Maßnahmen fehlen“, erklärt Wölfling im VN-Gespräch. Neben den allgemeinen Friday-for-Future-Forderungen, nämlich die Einhaltung des 1,5°C-Ziels des Pariser Klimaabkommens und globale Klimagerechtigkeit, fordern die jungen Klimaaktivisten in Vorarlberg unter anderem, dass die Verbindungsstraße S 18 nicht realisiert wird: „Das fördert nur den Individualverkehr. Das Geld wäre im Sinne des Klimaschutzes besser in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs investiert“, sagt Wölfling.

Die 24-Stunden-Aktion hätten sie bewusst auf das Wochenende gelegt, um zu zeigen, dass es nicht um Schulschwänzen gehe. Die Zeit wurde außerdem dazu genutzt, um mit Passanten ins Gespräch zu kommen, zu diskutieren und auf die Dringlichkeit der Klimakrise hinzuweisen. „Wir haben viel Zuspruch erhalten“, sagt Teilnehmer Adem Sadikovic.

In der kommenden Woche sind weitere Aktionen in ganz Vorarlberg geplant. Höhepunkt ist dann der Klima-Streik am Freitag, 27. September, um 11 Uhr beim Bregenzer Bahnhof.

Auch Umweltaktivistin und Russ-Preisträgerin Hildegard Breiner unterstützte die 24-Stunden-Demo.
Auch Umweltaktivistin und Russ-Preisträgerin Hildegard Breiner unterstützte die 24-Stunden-Demo.