Geschichtlicher Schatz

Vorarlberg / 24.09.2019 • 18:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Tschagguns-Grabs wurde 1947 der erste Sessellift Vorarlbergs eröffnet, der dann später auch im Sommer in Betrieb war.
In Tschagguns-Grabs wurde 1947 der erste Sessellift Vorarlbergs eröffnet, der dann später auch im Sommer in Betrieb war.

Risch-Lau – 100 Jahre Fotografie in Vorarlberg.

Bregenz Das Fotoatelier Risch-Lau, das 1885 in Bregenz gegründet wurde, entwickelte sich nach dem 2. Weltkrieg zum führenden Verlag für touristische Ansichtskarten, der ganz Westösterreich belieferte. Niederlassungen befanden sich zeitweise in Zürs, Innsbruck und Salzburg. Nach der Geschäftsschließung wurde das umfangreiche Archiv mit über 40.000 Aufnahmen der Vorarlberger Landesbibliothek übergeben. Da es sich um einen kultur- und landschaftsgeschichtlichen Schatz handelt, wurden die Aufnahmen dort detailliert katalogisiert, die Glasplatten digitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein häufiges Motiv ist das Vordringen touristischer Infrastruktur in unberührte Landschaften, die so „verfügbar“ gemacht werden. So beschreibt Robert Groß, ein Historiker an der Universität Innsbruck, der sich wissenschaftlich mit dem Risch-Lau-Archiv befasst, den Landschaftswandel in vormals ländlichen Regionen des Landes.

In Tschagguns-Grabs wurde 1947 der erste Sessellift von Vorarlberg eröffnet, der dann später auch im Sommer in Betrieb war.
In Tschagguns-Grabs wurde 1947 der erste Sessellift von Vorarlberg eröffnet, der dann später auch im Sommer in Betrieb war.
Beliebte Motive bei Risch-Lau sind Staumauern und Stausee. Hier der Lünersee mit der Douglass-Hütte. Die Abdichtung des ursprünglich schon vorhandenen Sees begann 1920.
Beliebte Motive bei Risch-Lau sind Staumauern und Stausee. Hier der Lünersee mit der Douglass-Hütte. Die Abdichtung des ursprünglich schon vorhandenen Sees begann 1920.
Viele Fotografien zeigen noch unberührte Landschaften. Die Produktion solcher Motive setzte voraus, dass die FotografInnen sich in der der Landschaft bewegen konnten und auch schon über transportable Handkameras verfügten.
Viele Fotografien zeigen noch unberührte Landschaften. Die Produktion solcher Motive setzte voraus, dass die FotografInnen sich in der der Landschaft bewegen konnten und auch schon über transportable Handkameras verfügten.
Über den Flexenpass wurden Raupenfahrzeuge eingesetzt, um im Winter die Erreichbarkeit von Zürs und Lech zu erhöhen.
Über den Flexenpass wurden Raupenfahrzeuge eingesetzt, um im Winter die Erreichbarkeit von Zürs und Lech zu erhöhen.
Der Skilift als Symbol für die Erschließung durch den Fremdenverkehr. Das klassische Motiv waren die Stützen aus Holz, die gerade von einem Skifahrer passiert werden. Hier der schon längst abgebaute Schlepplift in Schröcken.VLBG. Landesbibliothek, Sammlung Risch-lau, Volare
Der Skilift als Symbol für die Erschließung durch den Fremdenverkehr. Das klassische Motiv waren die Stützen aus Holz, die gerade von einem Skifahrer passiert werden. Hier der schon längst abgebaute Schlepplift in Schröcken.VLBG. Landesbibliothek, Sammlung Risch-lau, Volare

Buchpräsentation

Willi Pechtl: Wanderjahre. Ein Beitrag zur Geschichte der Fotografie im alpinen Raum; Donnerstag, 26. September 2019, 19.30 Uhr, Kuppelsaal der Vorarlberger Landesbibliothek, Eintritt frei

Quelle:
www.vorarlberg.at/volare