Klima und Bildung im Fokus

Vorarlberg / 24.09.2019 • 19:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Full House im Feldkircher Montforthaus. 1200 Schüler aus dem ganzen Land lauschten den Vorarlberger Spitzenpolitikern. VN/SAMS
Full House im Feldkircher Montforthaus. 1200 Schüler aus dem ganzen Land lauschten den Vorarlberger Spitzenpolitikern. VN/SAMS

Vorarlberger Spitzenpolitiker standen 1200 Schülern im Montforthaus Rede und Antwort.

FELDKIRCH Geht es nach den im Montforthaus anwesenden 1200 höheren Schülern aus dem ganzen Land, dann hätte Vorarlberg bald ein bemerkenswertes politisches Kräfteverhältnis. Nach der Podiumsdiskussion mit fünf Spitzenkandidaten gaben bei einer Testwahl 38 Prozent der Jugendlichen den Grünen ihre Stimme, 29 Prozent entschieden sich für die ÖVP, 14 für die Neos, 10 für die FPÖ und 9 für die SPÖ. „Es ginge sich da jetzt eine ganz andere Koalition aus, Johannes, oder?“, meinte Neos-Frontfrau Sabine Scheffknecht (41) nach dem Votum vor der Diskussion, als die Neos noch 19 Prozent der Stimmen erhielten, scherzhaft zum Grünen-Chef Johannes Rauch (60). „Das mach‘ ma Sabine“, gab der augenzwinkernd zurück.

Jugendlicher Elan

Die von der Schülerunion mit Daniel Bayer als Leader gut organisierte Veranstaltung hielt vom Unterhaltungswert durchaus das, was sie versprochen hatte. Die Hauptthemen waren, dem Alter und den Interessen  der Zuhörer geschuldet, vorgegeben: Sie hießen Klima und Bildung. Mit großem Engagement und durchaus jugendlichem Elan legten sich Landeshauptmann Markus Wallner (52, ÖVP), Johannes Rauch (60, Grüne), Christof Bitschi (27, FPÖ), Sabine Scheffknecht (41, Neos) und Martin Staudinger (40, SPÖ) ins Zeug. Dass vor allem den Grünen diese Themen behagten, lag auf der Hand. Eloquent legte Rauch die von seiner Partei geforderten Maßnahmen dar und forderte eine gleichzeitige Umsetzung all dieser Forderungen. Den Klimaschutz hoch hielten in der besonderen Arena natürlich auch all die anderen, obwohl das Thema CO2-Steuer und Erhöhung der Spritpreise dann doch die unterschiedlichen Zugänge offenlegten.

Nur einmal ernst

Auch beim Thema Bildung erntete der Grünen-Parteisprecher mit seinen Argumenten den stärksten Applaus. Beim abschließenden Word Rap mit der Bitte um ein einziges Wort als Antwort hatte Markus Wallner so seine Schwierigkeiten mit der Vorgabe. Insgesamt verlief die Kommunikation zwischen den Hauptakteuren entspannt und freundlich.

Nur einmal wurde es ernst, und zwar als es um mögliche Koalitionen nach der Landtagswahl ging und sich Christof Bitschi darüber beklagte, man würde seine Partei von einer möglichen Regierungszusammenarbeit von vornherein ausschließen. Genau das bekräftigte allerdings Landeshauptmann Markus Wallner vor dem jungen Publikum. „Es bieten sich mir nach der Wahl drei Parteien zur Mitarbeit an. Die FPÖ hat sich schon festgelegt, dass sie mit mir als Landeshauptmann nicht koalieren will.“ VN-HK

Es gab heute für uns Jugendliche sehr viele Infos. Vielleicht sogar zu viele. Manche Diskussionspunkte gingen mir zu sehr ins Detail. Zum Beispiel das mit der CO2-Steuer. Die gesetzten Themen Klima und Bildung waren jedoch absolut richtig.Aleksandar Lukic, 18, HAK Lustenau

Es gab heute für uns Jugendliche sehr viele Infos. Vielleicht sogar zu viele. Manche Diskussionspunkte gingen mir zu sehr ins Detail. Zum Beispiel das mit der CO2-Steuer. Die gesetzten Themen Klima und Bildung waren jedoch absolut richtig.

Aleksandar Lukic, 18, HAK Lustenau

Ich fand die heutige Diskussion mit den Spitzenkandidaten für die Vorarlberger Landtagswahl sehr interessant. Nur hätte man auch die Kleinparteien einbinden müssen. Gut war, wie man auf die Fragen aus dem Publikum eingegangen ist. Niklas Teichmeister, 17, BG Blumenstraße

Ich fand die heutige Diskussion mit den Spitzenkandidaten für die Vorarlberger Landtagswahl sehr interessant. Nur hätte man auch die Kleinparteien einbinden müssen. Gut war, wie man auf die Fragen aus dem Publikum eingegangen ist. Niklas Teichmeister, 17, BG Blumenstraße

Es war heute sehr spannend und sehr aufschlussreich, die verschiedenen Ansichten der Politiker präsentiert zu bekommen. Einige Diskutanten hatten Probleme mit den Zeitlimits, zum Beispiel Markus Wallner und Martin Staudinger. Hannah Schmid, 18, BG Dornbirn

Es war heute sehr spannend und sehr aufschlussreich, die verschiedenen Ansichten der Politiker präsentiert zu bekommen. Einige Diskutanten hatten Probleme mit den Zeitlimits, zum Beispiel Markus Wallner und Martin Staudinger. Hannah Schmid, 18, BG Dornbirn

Mir hat die Diskussion gut gefallen. Ich hätte das im Vorfeld nicht erwartet. Ich wusste zwar schon vorher wen ich wählen werde, fühle mich durch die Diskussion nun bestätigt. Ich werde meine Stimme bei der Landtagswahl den Neos geben. Fabienne Schneider, 16, HLW Rankweil

Mir hat die Diskussion gut gefallen. Ich hätte das im Vorfeld nicht erwartet. Ich wusste zwar schon vorher wen ich wählen werde, fühle mich durch die Diskussion nun bestätigt. Ich werde meine Stimme bei der Landtagswahl den Neos geben. Fabienne Schneider, 16, HLW Rankweil