Biomasse sorgt in Lech für bessere Luft

Vorarlberg / 25.09.2019 • 19:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stolz auf die Entwicklung des Heizwerks: Berater Gerhard Günther (l.) sowie Betriebsleiter Franz Josef Schmutzer und Gemeindechef Ludwig Muxel. Gemeinde
Stolz auf die Entwicklung des Heizwerks: Berater Gerhard Günther (l.) sowie Betriebsleiter Franz Josef Schmutzer und Gemeindechef Ludwig Muxel. Gemeinde

Heizwerk ersparte Arlbergern bereits 22.000 Tonnen CO2.

Lech Seit zwei Jahrzehnten nimmt das Biomasseheizwerk in Lech landesweit eine Vorreiterrolle ein. Bereits 1999 setzten die Gründer auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit und waren damit ihrer Zeit voraus. Dieser Blick in die Zukunft kommt der Tourismusgemeinde zugute: Die Anschlussdichte liegt beim rekordverdächtigen 98 Prozent. Beinahe alle Betriebe und Hotels werden vom Heizwerk aus mit heißem Wasser versorgt. „Kein anderes Werk im Land weist diese Dichte auf“, freuen sich Gemeindechef Ludwig Muxel, Betriebsleiter Franz Josef Schmutzer und Gerhard Günther, der für die vkw als Berater von allem Anfang an mit an Bord war.

Lech gilt als Luftkurort

Immerhin, so Muxel, könnten durch das Werk, das als größtes der 125 Biomasseheizwerke im Land gilt, jährlich 4,5 Millionen Liter Heizöl ersetzt und 22.000 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart werden. Für Einheimische und Gäste bringe dies erfreuliche Vorteile: „Die Luftbilanz hat sich deutlich verbessert, heute kann Lech seinen Bewohnern die Qualität eines Luftkurortes bieten.“ Klimaschutz werde aktiv gelebt: So werden zum Beispiel ausschließlich regionale Brennstoffe verwendet, und mit dem Beitritt zum Klimaneutralitätsbündnis 2025 wird ein zusätzliches Bekenntnis zum Klimaschutz geleistet. Auf Nachhaltigkeit werde auch bei der Beschaffung des Holzes geachtet, betont der Betriebsleiter. „Wir wollen die Region wirtschaftlich stärken und dabei ressourcen- und umweltschonend vorgehen. Bei der Wahl des Holzes achten wir auch auf einen weiteren großen Nutzen. So haben wir beispielsweise 2017 das gesamte Schadholz nach einem Sturm aus dem Feldkircher Wildpark bezogen.“ Der Pioniergeist der Gemeinde zeige sich auch darin, dass das Heizwerk als einziges Heizwerk in Vorarlberg zusätzlich Infrastruktur-Dienstleister ist. Es versorgt die angeschlossenen Haushalte neben Wärme auch mit Internet- und TV-Anschluss. VN-TW