Einen ganzen Tag lang hinter historische Mauern blicken

Vorarlberg / 25.09.2019 • 22:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Tausende Besucher erkunden am Tag des Denkmals die historischen Stätten in Vorarlberg. VN/STIPLOVSEK

Schössle und Burgen öffnen unter dem Motto „Kaiser, Könige und Philosophen“ am Tag des Denkmals ihre Pforten.

Bregenz Ein spannender Einblick in das kulturelle Erbe des Landes bietet der bundesweite Tag des Denkmals, an dem historische Stätten bei freiem Eintritt besucht werden können. Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Kaiser, Könige und Philosophen“. Alleine in Vorarlberg öffnen bei 32 Programmpunkten denkmalgeschützte Objekte ihre Pforten. Spannend ist der Tag auch deshalb, weil im Rahmen exklusiver Führungen Einblicke in aktuelle Restaurierungsarbeiten gewährt werden. So führt zum Beispiel Thomas Gamon, der Gemeindearchivar der Marktgemeinde Nenzing, durch die restaurierte Burg Ramschwag und berichtet über ihre besondere Entstehungsgeschichte. „Die Schlösschen und Burgen Vorarlbergs, die sich von Nord nach Süd erstrecken, bergen so manch interessante Geschichte“, sagt Barbara Keiler vom Bundesdenkmalamt.

Führungen durch vier Schlössle

Höhepunkte sind die Führungen durch das Wasserschlössle Mittelweiherburg in Hard, das Jonas Schlössle in Götzis, Schloss Amberg in Feldkirch und Schloss Wolfurt. Das Interesse ist groß: Führungen durch Schloss Wolfurt und die Villa Rosenthal sind seit Tagen ausgebucht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“. Das Vorarlberg Museum zeigt sich mit einem Film zum Frauenwahlrecht und einer Führung zu Angelika Kauffmann von der femininen Seite. In der Evangelischen Kirche in Dornbirn kann man interessantes Wissen über die Geschichte der Theologinnen im geistlichen Amt erfahren und im Feldkircher Dom gibt es Botschaften von Frauen zu entdecken. In Hohenems lädt das Jüdische Museum zu einer Führung zum Thema Synagoge und Mikwe ein. 

Wer den Mönchen Kolumban und Gallus nacheifern möchte, kann sich auf der Wallfahrtsroute in Bregenz vom Hafen über die Stadtpfarrkirche St. Gallus – deren barocker Umbau ohne die Großzügigkeit Kaiserin Maria Theresias nicht möglich gewesen wäre – nach St. Gebhard auf den Weg machen. Auch Franz Michael Felder ist im heurigen Gedenkjahr stark vertreten. So kann man in die Welt Felders und seines Widersachers Pfarrer Rüscher vom Dornbirner Stadtmuseum aus über Egg nach Schoppernau eintauchen.

Der Tag des Denkmals findet am 29. September bei freiem Eintritt in ganz Vorarlberg statt. Das detaillierte Programm ist unter tagdesdenkmals.at abrufbar.