Altes Lustenauer Feuerwehrhaus weicht Wohnungen

Vorarlberg / 26.09.2019 • 13:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das alte Feuerwehrhaus in der Staldenstraße 3 wird abgebrochen und macht Platz für integratives Wohnen. GEMEINDE

Letzter Einsatz des Gebäudes am Landtagswahl-Sonntag.

lustenau Bei der jüngsten Gemeindevertretungssitzung wurde der Abbruch des alten Feuerwehrhauses beschlossen. Auf dem Grundstück errichtet die Vogewosi zwei Gebäude mit 34 integrativen Wohnungen und einem kleinen Café. Möglich wird der Bau durch einen Grundtausch mit der Gemeinde, die von der Vogewosi ein Grundstück für den Campus Rotkreuz erhält.

Im Frühjahr 2019 hat die Vogewosi einen Architekturwettbewerb für die Bebauung des Areals durchgeführt. Gewonnen hat der Entwurf des renommierten Feldkircher Büros Gohm Hiessberger Architekten ZT. Das Siegerprojekt fügt sich harmonisch in den Ortsteil Stalden und seine bestehenden Häuser ein: Die neue Anlage ist kein einzelner großer Kubus, sondern ein Ensemble von zwei Gebäuden mit einem neuen Fuß- und Radweg und großzügigem Freiraum. Eine Bushaltestelle zwischen den Gebäuden wird die Anwohner an den öffentlichen Verkehr anschließen.

Mittlerweile hat die Vogewosi den Bauantrag eingereicht. Nächstes Jahr soll mit dem Bau begonnen werden, die Fertigstellung ist auf Herbst 2021 avisiert. Beim Grundtausch war vereinbart worden, dass die Marktgemeinde die Kosten für den Abbruch des alten Feuerwehrhauses zu tragen hat. Den Beschluss dazu fasste die Gemeindevertretung einstimmig.

Am Kilbisonntag als Wahllokal

Bevor das alte Feuerwehrhaus abgebrochen wird, kommt es am Sonntag, dem 13. Oktober, bei der Landtagswahl zum letzten Mal zum Einsatz – als Wahllokal für die Sprengel 4 und 6 (statt der VS Kirchdorf) und den Sprengel 15 anstelle des Rathauses. Der Grund: am Wahlsonntag ist auch Kilbisonntag. Das Landtagswahlgesetz sieht aber vor, dass der Wählerverkehr ungehindert vom und zum Wahllokal fließen können muss, außerdem sind in einem Radius von 20 Metern rund um ein Wahllokal Ansammlungen von Menschen und Ansprachen verboten. Zwei gesetzliche Vorgaben, die sich mit dem Volksfest mit Tausenden Besuchern in Lustenaus Zentrum nicht vereinbaren lassen. Die Wählerinnen und Wähler dieser Sprengel werden von der Gemeinde verständigt.