Eine riskante Angelegenheit

Vorarlberg / 27.09.2019 • 22:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Polizei warnt vor dem offenen Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit.

Wolfurt Nach dem Polizeieinsatz am Donnerstagvormittag in Wolfurt, bei dem ein Mann mit einer im Hosenbund verwahrten Waffe gesehen wurde und einen Großeinsatz der Polizei auslöste (die VN berichteten), weist die Landespolizeidirektion Vorarlberg auf die möglichen Gefahren des offenen Tragens von Waffen in der Öffentlichkeit hin.

Im konkreten Fall wurde der Wolfurter vorläufig festgenommen, die Polizei sprach ein Waffenverbot gegen ihn aus.

Sensibilisierte Bevölkerung

Der gesellschaftliche Wandel in den letzten Jahren geht mit einer Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Kriminalität und allgemeinen Gefahren einher. Jeder Hinweis aus der Bevölkerung auf eine auch nur abstrakte Bedrohung löst einen entsprechenden Polizeieinsatz mit möglicherweise unvorhersehbaren Folgen und Konsequenzen für den Betroffenen aus.

Für die Polizei ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, ob es sich um eine Gas- oder Schreckschusspistole bzw. um eine echte Schusswaffe handelt. Die Polizei muss aus einsatztaktischen Gründen immer von einer scharfen Schusswaffe ausgehen. Im Extremfall kann der Polizeieinsatz auch für den Waffenbesitzer gefährlich werden.

Es wird deshalb eindringlich geraten, mit Waffen oder waffenähnlichen Gegenständen verantwortungsbewusst umzugehen und nicht auf offener Straße damit zu hantieren.

Waffenverbot

Laut § 13 Waffengesetz sind Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes ermächtigt, bei Gefahr im Verzug ein vorläufiges Waffenverbot auszusprechen, wenn sie Grund zur Annahme haben, dass der Betroffene durch missbräuchliches Verwenden von Waffen Leben, Gesundheit oder Freiheit von Menschen oder fremdes Eigentum gefährden könnte.

Darüber hinaus sind sie in diesen Fällen ermächtigt, Waffen und Munition sowie Urkunden (ausgenommen Jagdkarten) sicherzustellen. Gründe für die Abnahme sind insbesondere mangelnde Verlässlichkeit, Verdacht auf psychisch auffälliges Verhalten, Waffen nicht sorgfältig verwahren und so fort.