Pkw rammte zwei Wildschweine auf der A 14

Vorarlberg / 29.09.2019 • 16:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Tiere wurden vom Auto erfasst, getötet und von der Fahrbahn geschleudert. D. MATHIS

Ungewöhnlicher Wildunfall mit verletzter Lenkerin um Mitternacht auf der Rheintalautobahn bei Klaus.

Klaus Der Schrecken saß tief bei der 23-jährigen Autofahrerin, nachdem es kurz nach der Autobahnabfahrt Klaus zu dieser ungewöhnlichen Kollision gekommen war. Die Feldkircherin war um 0.10 Uhr in Fahrtrichtung Tirol unterwegs, als plötzlich zwei Wildschweine die Fahrbahn querten. Der jungen Frau war es unmöglich, auszuweichen. Ihr Pkw rammte die beiden Tiere, geriet ins Schleudern, prallte gegen die Mittelleitschiene und kam dann entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen.

Die beiden Wildschweine wurden beim Aufprall getötet. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Die Lenkerin wurde zur Beobachtung von der Rettung ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht, die Unfallstalle war zwischen 0.10 und 2 Uhr erschwert passierbar. Im Einsatz waren die Feuerwehren von Götzis und Hohenems sowie die Asfinag mit Kehrmaschine.

„Ein Riesenzufall“

Laut dem Vorarlberger Wildbiologen Hubert Schatz haben Verkehrsunfälle mit Wildschweinen in Vorarlberg Seltenheitswert. „Es war ein Riesenzufall, zumal der Wildschweinbestand hier im Land schwindend gering ist. Und ein Zufall war es auch, dass sich der Vorfall im Raum Klaus ereignet hat, wo bereits vor mehreren Jahren drei Wildschweine von einem Zug erfasst worden sind.“

Schatz vermutet, dass es sich bei den Tieren um Zuwanderer gehandelt hat, vielleicht aus der Schweiz oder aus Deutschland. „Normalerweise halten sich Wildschweine, die in Vorarlberg grundsätzlich nicht heimisch sind, eher in den Berggegenden der Regionen Dornbirn, Walgau und Bregenzerwald auf“, sagt der Wildbiologe. Die Tiere seien zwar scheu, doch extrem anpassungsfähig. Besonders im Raum Dornbirn sei es in den vergangenen Tagen zu Beobachtungen von Wildschweinen gekommen.