Christof Bitschi fordert Straches Parteiausschluss

Vorarlberg / 30.09.2019 • 14:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Beim FPÖ-Landesparteitag im Juni 2018 war noch alles in Ordnung. VN/HARTINGER

FPÖ-Landesparteichef geht vor der Landtagswahl in die Offensive: „Jetzt muss aufgeräumt werden!“

Bregenz Lange Zeit galt der Vorarlberger FPÖ-Chef Christof Bitschi als Vertrauensperson von Heinz-Christian Strache. Die Meinungen und Aussagen des damaligen Bundesparteiobmanns und Vizekanzlers unterschieden sich mit jenen von Bitschi selten bis nie. Im Landtag rückte Bitschi stets aus, um die Bundesparteilinie und Strache zu verteidigen. Auch nach Ibiza blieb der Vorarlberger Spitzenkandidat auf Parteilinie. Man müsse juristisch prüfen, was dran ist, und die Hintermänner finden. Nun geht Christof Bitschi in die Offensive: Er fordert als erster Landesparteiobmann öffentlich den Parteiausschluss von Heinz-Christian Strache.

Am 13. Oktober findet die Landtagswahl statt. Bitschis kolportierte Nähe zur Bundes-FPÖ und zu Strache brachte ihm bereits eine Absage von Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) für eine mögliche zukünftige Koalition nach der Wahl ein. Das Nationalratswahlergebnis dürfte seine Chancen nicht gerade erhöht haben. 15,7 Prozent holte die Vorarlberger FPÖ vorläufig, die Wahlkarten sind noch nicht ausgezählt. Also muss Bitschi in die Offensive: „Jetzt muss aufgeräumt werden!“, fordert er.

Er fährt fort: „Es ist in Wien in den letzten Wochen und Monaten offensichtlich zu Vorgängen gekommen, die für uns als Vorarlberger FPÖ völlig inakzeptabel sind. Da gilt es jetzt endgültig klare Konsequenzen zu ziehen.“ Es brauche einen systematischen Neustart und einen Weg der Erneuerung. „Und dazu braucht es jetzt auch einen Parteiausschluss der Person Strache“, fährt er fort, und begründet: „Durch dieses inakzeptable Verhalten wurde der FPÖ und schlussendlich dem Land großer Schaden zugefügt.“