Entwarnung bei der Pferdeseuche

Vorarlberg / 30.09.2019 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Adolf Lauenberger und sein Circus Berlin dürfen aufatmen. Die Zeit der Quarantäne ist vorbei, der Zirkus darf weiterziehen. VN/PAULITSCH

Quarantäne ist aufgehoben. Große Erleichterung vor allem beim Circus Berlin.

Lustenau Ein Pferd, eine Krankheit und viele Probleme: Diese Erkenntnis bleibt nach dem Fall einer infektiösen Anämie bei einem Pferd in Lustenau. Die Krankheit wurde bei einem Tier im südlichen Teil der Marktgemeinde entdeckt. Was zur Folge hatte, dass alle Tiere im Umkreis von einem Kilometer ihren Standort für drei Monate nicht verlassen durften.

Wie die Abteilung für Veterinärangelegenheiten im Amt der Vorarlberger Landesregierung mitteilt, konnte die Kontrollzone mit Tierverkehrseinschränkungen für Pferde nun aufgehoben werden.

Infektiöse Anämie

Die Kontrollzone war am 24. Juni 2019 eingerichtet worden, nachdem bei besagtem Pferd ein Bluttest den Nachweis von Antikörpern gegen die infektiöse Anämie (ansteckende Blutarmut) ergeben hatte. Großes Pech für den Circus Berlin mit seinen 17 Pferden, der in Lustenau gerade seine Zelte aufgeschlagen hatte. Ihr Standort beim Millenniumpark befand sich in der Gefährdungszone.

Insgesamt waren 30 Pferde von der Tierverkehrssperre betroffen. Jetzt dürfen sie diese Zone wieder verlassen. Für den Circus Berlin bedeutete die Quarantäne einen herben wirtschaftlichen Verlust, der sogar die Existenz des Unternehmens in Gefahr brachte. Der Zirkus saß fest und musste mehrere geplante Aufführungen absagen. Die Gemeinde half mit Tierfutter aus.

Infektiöse Anämie der Pferde kommt besonders in Südosteuropa vor. Der letzte Fall in Österreich ist rund 20 Jahre her. Im Juni 2019 ist ein Fall dieser ansteckenden Tierkrankheit neben Lustenau auch in Perg in Oberösterreich aufgetreten. In beiden Fällen konnte der Eintrag nicht genau eruiert werden. Vermutet wird die Ursache im internationalen Tierhandel.