Der Skispaß wird wieder teurer

Vorarlberg / 01.10.2019 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Wintersportler müssen wieder ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. VN/LERCH

Das Seilbahn- und Pistenangebot im Land hat seinen Preis.

feldkirch Sie kommt so sicher, wie das Amen im Gebet oder Weihnachten. Die Rede ist von der Preiserhöhung bei Ski-Tages- und Saisonkarten. Das Tagesticket kostet heuer um 2,8 Prozent mehr, der Aufschlag für Saisonkarten beträgt 2,9 Prozent. Auf die Tageskarte bezogen kostet das Wintersportvergnügen den Vorarlberger damit durchschnittlich 33,70 Euro. „Um für die Wintersportler beste Bedingungen zu schaffen und im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, müssen die Bergbahnen laufend investieren“, begründet Fachgruppenobmann Hannes Jochum die monetäre Aufrundung. Rund ein Viertel der Einnahmen aus dem Ticketverkauf würde wieder als Investitionen in die jeweiligen Skigebiete fließen. Dies komme auch der Wertschöpfung der regionalen Wirtschaft zugute.

Vorarlberg Tourismus-Geschäftsführer Christian Schützinger räumt ein, dass Skifahren, was Preis und Material betrifft, immer schon eine aufwendige Urlaubsform war. Gleichzeitig verweist er auf regelmäßige Gästebefragungen und die daraus hervorgehende Preiszufriedenheit. „Es gab bezüglich Preis-Leistungsverhältnis bislang noch keine negativen Rückmeldungen“, sagt Schützinger. Die Schulnote 2 ist seiner Ansicht nach ein Indikator, der zeigt, dass die Skigebiete mit ihrem Angebot, zu dem auch Schneesicherheit gehöre, gut unterwegs sind und Preisanpassungen von den Gästen verstanden werden. Die aktuelle Erhöhung der Kartenpreise bezeichnet der Touristiker als nicht außergewöhnlich. Da habe es in den vergangenen Jahren schon andere Preissprünge gegeben.

1000 Pistenkilometer

Insgesamt gibt es in Vorarlberg 32 Skigebiete unterschiedlichster Größe und mit entsprechend unterschiedlichen Preisen. Diese schwanken für Tageskarten zwischen 16 Euro (Luggi Leitner Lift Scheidegg) und 55,50 Euro (Silvretta Montafon). Dort muss für einen Skitag am tiefsten in die Tasche gegriffen werden. Landesweit stehen den Wintersportlern 306 Bahnen und Lifte zur Verfügung, die rund 1000 Pistenkilometer erschließen, die meisten davon am Arlberg (305). Die Betriebe beschäftigten über 1000 Mitarbeiter, der jährlich erwirtschaftete Nettoumsatz aus der Personenbeförderung beträgt 150 Millionen Euro.