Nächster Anlauf für WIR

Vorarlberg / 01.10.2019 • 18:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Plattform für Familien und Kinderschutz tritt zum zweiten Mal an.

Schwarzach Christoph Alton war mit seiner Partei „WIR – Plattform für Familien und Kinderschutz“ bei der Landtagswahl 2014 der Primus inter pares, der Erste unter Gleichen. WIR holte 0,63 Prozent und freute sich über das beste Ergebnis aller Kleinparteien. Heuer versucht er es erneut. Mit 36 Kandidaten und 2000 Euro Wahlkampfbudget zieht die Liste WIR in den Wahlkampf. Wobei Alton im VN-Gespräch klarstellt: „Wir kämpfen nicht! Wir wollen unsere Lebenserfahrung im Bereich Bildung, Schulen, Kinder und Familien einbringen.“

Alton ist schon länger politisch aktiv. 2015 eroberte er mit WIR ein Mandat für die Feldkircher Stadtvertretung. Der pensionierte Poly-Lehrer vergleicht das mit Schnuppertagen seiner früheren Schüler. „Ich habe gelernt, was Politik mit Macht zu tun hat. Aber die Politik dient dem Volk. Deshalb sind wir für mehr direkte Demokratie und Stärkung des Persönlichkeitswahlrechts.“ Die wichtigsten Themen von WIR lauten: Familien, Lebensschutz und Kinder. „Der Mensch muss sich am Ende vor einem liebenden allgegenwärtigen Gott verantworten“, ist Alton zudem überzeugt. 2002 trat er bei der Nationalratswahl für die Christliche Wählergemeinschaft an. Später engagierte er sich für die Christen und 2014 bei der EU-Wahl für die Rekos von Ewald Stadler. „Auch das war eine Schnupperlehre“, erzählt er.

Geld für Wahlfreiheit

Im Bildungsbereich fordert WIR, dass sich das System stärker den Fähigkeiten der Schüler widmet. „Eine Schülerin, die ausgezeichnete Fähigkeiten im Umgang mit Kleinkindern besitzt, darf nicht Kindergärtnerin werden, weil sie die Mathe-Matura nicht schafft. Solche Fähigkeiten müssen berücksichtigt werden.“ Zudem müsse die Bindungsqualität der Kinder gestärkt werden. „Ich habe in der Schule erlebt, was es bedeutet, wenn Kinder keine ehrliche Wertschätzung für ihr Sein erhalten“, fährt Alton fort.

In der Familienpolitik wünscht er sich soziale und pensionsrechtliche Absicherung der erbrachten Erziehungszeiten. „Außerfamiliäre Betreuung wird derzeit von der Politik stark gefördert, im Gegensatz zur innerfamiliären.“ Das sei keine Wahlfreiheit. „Gebt den Menschen selbst das Geld in die Hand, mit dem sie entscheiden können, was sie damit tun.“ Wer sich für die Erziehung zu Hause entscheidet, müsse allerdings eine Elternschule besuchen, mit erprobten Müttern oder Vätern und einem ausgebildeten Erziehungspädagogen.

Auch der sogenannte Lebensschutz ist Christoph Alton und seinen Mitstreitern ein Anliegen. Leben beginnt für Alton bei der Befruchtung. Von der Forderung nach einem Abtreibungsverbot möchte er allerdings nicht sprechen, denn: „Auch Kühe werden von einer Alm abgetrieben. Was wir meinen, ist Töten. Und Töten ist eine schwere Verfehlung.“ VN-mip

Forderungen von WIR

Familie soziale und pensionsrechtliche Absicherung von Erziehungszeiten. Wahlfreiheit durch Geldleistung für Familien, damit sie selber entscheiden können, ob Kinderbetreuung oder nicht. Verpflichtende Elternschule für Eltern.

Lebensschutz Leben beginnt mit der Befruchtung. Verbot von Abtreibungen.

Bildung Fokus auf die Fähigkeiten, die ein Kind mitbringt.

Zur Person

Christoph Alton

Spitzenkandidat von WIR – Plattform für Familien und Kinderschutz

Geboren 7.7.1954

Beruf pensionierter Poly-Lehrer

Wohnort Feldkirch-Gisingen

Familie Seit 43 Jahren mit Maria verheiratet, fünf Kinder, acht Enkel

Hobbys Familie, Wandern, Musizieren