Heimische Forstwirtschaft vor Herausforderungen

Vorarlberg / 02.10.2019 • 19:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch Windwürfe haben in den letzten Jahren den heimischen Wald wiederholt bedroht. Die Forstwirtschaft ist gefordert.VN/Reiner
Auch Windwürfe haben in den letzten Jahren den heimischen Wald wiederholt bedroht. Die Forstwirtschaft ist gefordert.VN/Reiner

Egg Die Forstwirtschaft ist unter Druck: Windwürfe, Schädlinge, Pflanzenkrankheiten und als übergeordnete Sorge der Klimawandel. Die Schäden bei den Waldbesitzern sind enorm. Die Wirtschaftlichkeit gerät unter Druck. Die Erlöse gingen bei steigenden Holzaufarbeitungskosten massiv zurück. Gab es vor zwei Jahren pro Festmeter Frischholz noch 100 Euro, so wurde für Borkenkäferholz heuer nur noch 43 Euro pro Festmeter bezahlt.

Immerhin ist heuer die befürchtete Borkenkäferkatastrophe ausgeblieben. Was nicht bedeutet, dass der Schädling unsere Wälder verschonte. Die Nachfrage nach dem Baustoff Holz ist ungebrochen. Bei den Vorarlberger Sägewerken wird viel Starkholz aus unseren Gebirgswäldern im oberen Qualitätsniveau verarbeitet. Damit gibt es laufend eine Nachfrage nach diesem Frischholz. Der Vorarlberger Waldverband möchte die Frischholznachfrage der Vorarlberger Sägewerke gerne aus Vorarlberg abdecken, um ein Ausweichen auf Rundholzimporte aus der Schweiz oder Deutschland zu vermeiden.

Mit den Erlösen für das Holz kann der Wald gepflegt und ein kleiner Ertrag beim Waldbesitzer erwirtschaftet werden. Wichtig für die Zukunft: Es braucht mehr Mischwaldbewirtschaftung und vor allem Schutzwald.