Sieben Jahre Haft für Kokaindealer

Vorarlberg / 02.10.2019 • 22:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Angeklagte hatte sich im In- und Ausland hochpreisiges Rauschgift besorgt. eckert
Der Angeklagte hatte sich im In- und Ausland hochpreisiges Rauschgift besorgt. eckert

38-jähriger Bosnier besaß 7,3 Kilo hochwertiges Kokain, um es zu verkaufen.

FELDKIRCH Bisher hatte der Angeklagte nur eine Vorstrafe wegen eines kleineren Suchtmitteldeliktes in der Schweiz. Doch nun hat ihn am Landesgericht Feldkirch ein hartes Urteil getroffen. Dabei wurde lediglich die Hälfte des möglichen Strafrahmens ausgeschöpft. Er zeigte sich geständig, insgesamt 7,3 Kilogramm Kokain erworben, besessen und zur Weitergabe bereitgehalten zu haben. Dreimal fuhr er nach Wien und holte dort bei insgesamt drei Fahrten knapp zwei Kilo des begehrten Aufputschmittels. Weiters bestellte der Mann in Holland insgesamt fünf Kilo Kokain. Dieses lieferte ihm ein Fahrer direkt nach Feldkirch. Auch mit Heroin war der Mann gut im Geschäft.

Lukrative Geschäfte

Er selbst ist nicht süchtig und konsumierte nur in geringem Maß. Verkauft hat der Mann rund 2300 Gramm Kokain und 373 Gramm Heroin. Verlangt hat er dafür rund 50 Euro pro Gramm. Seit 2018 ging der 38-Jährige keiner Arbeit mehr nach. Bei einer Hausdurchsuchung fand man allerdings neben 4,5 Kilogramm Kokain 17.000 Euro und 6500 Schweizer Franken in bar. Daneben noch zwei Schusswaffen. Der Angeklagte zeigt sich zu seinen Drogendelikten geständig und räumt sogar noch ein weiteres Delikt ein. Dies wird ihm mildernd angerechnet. Als erschwerend gelten die große Menge und die Top-qualität der Ware.

Einiges ausgeschieden

Zu den Hintermännern schweigt der Mann. „Bei diesen Mengen in diesem Milieu kann ich das nachvollziehen“, zeigt Richter Michael Fruhmann Verständnis. In diesen Kreisen ist man nicht zimperlich. Dass auch Gewalt und Drohungen mit diesen Geschäften in Verbindung stehen, zeigt die Anklage. Diese Punkte wurden allerdings ausgeschieden, um Verfahrensverzögerungen zu vermeiden. Es geht um Schläge, Einschüchterung und Drohungen. Für die Drogendelikte gab es sieben Jahre Haft. Das Geld wird einbehalten, weiters 113.000 Euro für verfallen erklärt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. EC