Weinlese für den „Schattenburger“

Vorarlberg / 02.10.2019 • 13:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Hobby-Winzer Elmar Müller und Walter Büchel gönnten sich nach getaner Arbeit ein Gläschen. HEILMANN

Ernte unterhalb des Feldkircher Wahrzeichens abgeschlossen – viele helfende Hände.

Feldkirch Sie ist die größte Glocke des Landes und läutet im Herbst traditionell zu einem ganz besonderen Anlass: Auch 2019 verkündete die Katzenturmglocke am Freitag kurz nach Mittag den Beginn der Weinlese unterhalb der Schattenburg.
Die beiden Hobby-Winzer Elmar Müller und Walter Büchel, die 2002 die Tradition des Weinbaus unterhalb der Schattenburg wieder aufgenommen haben, freuten sich nach dem unüberhörbaren Glockenläuten über 18 freiwillige Helfer bei der Weinlese. Gemeinsam gelang es, an einem Nachmittag die Trauben von den 400 Weinstöcken der Sorten Regent, Leon Millot und Maréchal Foch unterhalb des Feldkircher Wahrzeichens in Teamarbeit zu lesen.

Frühere Weinlese mit Einbußen

Bis zur reifen Traube und zur Weinlese werden etwa 300 Arbeitsstunden im Weinberg verbracht. Die Trauben haben heuer eine ordentliche Größe, aber das nasskalte Wetter führte zuletzt zu einsetzender Fäulnis und dazu, die Trauben etwas früher als gewünscht zu ernten. Der Öchslegrad liegt mit 90–92 etwas unter dem Vorjahr mit seinem heißen Sommer. Dennoch werden auch heuer etwa 350 Flaschen vom beliebten Gemischten Satz abgefüllt. „Je gesünder das Blatt, desto mehr Zucker wird gebildet“, verrät Müller. Heuer minderte die Amsel etwas die Freude und den Ertrag, da die Vogelart etwa 50 Stöcke abräumte. Dennoch verspricht auch 2019 ein hochwertiger Jahrgang zu werden. Gekeltert wird der Wein von Franz Nachbaur in Röthis, der sich mit viel Liebe den Trauben widmet.

Der Höhepunkt nach getaner Arbeit im Weinberg war freilich wieder die gemeinsame Jause, bei der natürlich auch ein Gläschen „Schattenburger“ nicht fehlen durfte. Ortsvorsteher Dieter Preschle beteiligte sich auch heuer wieder an der Weinlese. HE