Gymnasiasten besuchten EU-Parlament

Vorarlberg / 03.10.2019 • 18:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gruppenfoto der jungen Besucher im Europaparlament. Viele wären gerne noch länger geblieben. BG Dornbirn
Gruppenfoto der jungen Besucher im Europaparlament. Viele wären gerne noch länger geblieben. BG Dornbirn

Achtklässler des BG Dornbirn fuhren nach Straßburg.

Dornbirn, Straßburg Für die angehenden Maturanten des Bundesgymnasiums Dornbirn hat das letzte Schuljahr traditionellerweise mit einer eintägigen Exkursion zum Europaparlament nach Straßburg begonnen. Bereits um vier Uhr in der Früh ging es los, nach unruhigem Dösen im Bus empfing die „Hauptstadt Europas“ die Dornbirner Gymnasiasten mit strahlendem Sonnenschein. Ein Abstecher ins und für die Sportlichen auch aufs Münster sowie Spaziergänge durch das malerische „Petite France“ gehörten zum entspannten Vormittagsprogramm. Dass Straßburg zwar deutsch klingt, aber dort durchaus französisch gesprochen wird und eine Essensbestellung zur Herausforderung werden kann, war auch eine Erkenntnis des Vormittags.

Spannender Einblick

Am Nachmittag standen dann die Führung im Parlament und der Besuch der Plenardebatte auf dem Programm. Die Einführung in der Dauerausstellung „parlamentarium Simone Veil“, die über das Parlament und die Abgeordneten auf zeitgemäße Art, in einem 360-Grad-Kinosaal, informierte, war vor allem technisch beeindruckend. Das Informationsgespräch mit einem Referenten des Besucherdienstes, John Albrecht, bot einen spannenden und auch persönlichen Einblick in den Berufsalltag eines Mitarbeiters vor Ort.

Richtig wach wurden die Schüler dann beim Besuch des Plenarsaals im EU-Parlament. Im Moment des Platznehmens im riesigen Rund des Parlaments kritisierte Günther Oettinger, deutscher EU-Kommissar für Haushalt und Personal, gerade den Europäischen Rat für den Entwurf des Budgets für 2020. Nach ihm taten dies unisono alle sich zu Wort meldenden Europaparlamentarier quer durch alle Fraktionen. Unterschiedliche Sprachen und unterschiedliche Argumente ließen das EU-Motto, „In Vielfalt vereint“ spürbar werden.

Gerne länger geblieben

„Manche hätten sich durchaus einen längeren Aufenthalt im Saal gewünscht. Doch das getaktete Programm des Parlaments und die noch anstehende Rückfahrt verhinderten dies. Aber bereits die Nachbesprechung im Foyer und erst recht die am nächsten Schultag bewiesen, dass der Besuch der europäischen Institutionen für unsere Schülerinnen und Schüler den Aufwand jedenfalls lohnte“, resümierte der verantwortliche Lehrer Christof Bohle. lcf

Am Vormittag erkundeten die Schüler die schöne Altstadt Straßburgs. 
Am Vormittag erkundeten die Schüler die schöne Altstadt Straßburgs.