Italiener mit Waffenarsenal im Zimmer

Vorarlberg / 03.10.2019 • 13:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die vom Einsatzkommando „Cobra“ sichergestellten, teilweise verbotenen Waffen des Italieners.

Tatverdächtiger wird nach gefährlicher Drohung mit Pistole auf freiem Fuß angezeigt.

Feldkirch Als „einfach nur einen Waffennarr“ bezeichnete Polizeisprecher Horst Spitzhofer jenen 43-jährigen Italiener, der am Mittwoch in Feldkirch-Tisis für einen Einsatz des Sonderkommandos „Cobra“ gesorgt hatte. Es war um 12.10 Uhr, als der Mann mit offenbar heißblütigem Temperament mit einem 58-jährigen Vorarlberger, der mit ihm im selben Gästehaus wohnt, in Streit geriet und ihm dabei eine Pistole an den Kopf hielt.

Eifersüchteleien?

Sicheren Quellen zufolge stand eine Beziehung mit einer dritten Person im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Jedenfalls blieb der Zwist ohne weitere ernsthafte Konsequenzen. Als ernst genug empfand die Angelegenheit allerdings der Kontrahent des Italieners, denn der alarmierte umgehend die Polizei.

Reibereien, bei denen Waffen im Spiel sind, bedeuten für die Polizei Alarmstufe Rot. So stürmten nun Beamte des Sondereinsatzkommandos das Gästehaus, trafen den Italiener in seiner Unterkunft an und nahmen ihn fest. Bei der anschließenden Durchsuchung seines Zimmers staunten die Sicherheitskräfte nicht schlecht: So fanden sie insgesamt 17 Schusswaffen und 500 Schuss Munition vor, die der Italiener hier gehortet hatte.

Kein krimineller Hintergrund

Die sichergestellten Waffen habe der Mann teils legal, teils illegal besessen. Einige davon zählten zu verbotenen Waffen, weil sie Schalldämpfer oder Umbauten aufwiesen, sagte Spitzhofer. Wie die Ermittlungen ergaben, hatte der Italiener mit den Waffen keine kriminellen Zwecke verfolgt. Der 43-Jährige, der sich legal in Vorarlberg aufhielt, war der Polizei zuvor noch nie aufgefallen. Er wird allerdings bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch angezeigt.