Verena Burtscher ist die neue Geschäftsleiterin der Villa Falkenhorst

Vorarlberg / 03.10.2019 • 12:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Verena Burtscher hat die Agenden auf Falkenhorst übernommen.BI

Burtscher sieht sich als Schnittstelle zwischen Kultur, Wirtschaft und Politik.

Thüringen Verena Burtscher entwickelte schon früh eine Beziehung zur Villa Falkenhorst: Ihre Kindheit verbrachte sie in Thüringerberg, ihre Eltern waren als Mitglieder des Vereins „Freunde der Villa Falkenhorst“ begeisterte Konzertbesucher und nahmen die Kinder schon früh zu kulturellen Veranstaltungen mit. Die Begeisterung für Kultur und besonders für klassische Musik, aber auch die Beziehung zu Falkenhorst, ist geblieben. Seit Kurzem ist die engagierte Kulturarbeiterin dort als Geschäftsführerin tätig. Für diese spannende Funktion ist ihre sehr breit gefächerte Ausbildung von großem Vorteil.

Kombination

Nach der Matura bewarb sie sich für ein Studium an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen, insbesondere deshalb, weil sie vom interdisziplinären Ansatz dieser Universität begeistert war: „Bis heute nennt sie sich ‚Hochschule zwischen Wirtschaft, Politik und Kultur‘ und genau zwischen diesen drei spannenden Themenfeldern konnte ich mich damals schwer entscheiden. Nun hatte ich dort die Möglichkeit, mit allen dreien in Berührung zu kommen. Für den MBA habe ich mich dann für die rein wirtschaftswissenschaftliche Ausrichtung entschieden, aber Berührungspunkte mit den anderen Disziplinen fanden sich auch dort immer wieder.“ Wobei das Wort Schnittstelle für Burtscher entscheidend ist: „So wie ich es auf meinem bisherigen beruflichen Weg erlebt habe, ist es auch jetzt auf Falkenhorst der Fall: Es sind speziell diese drei Themengebiete immer eng miteinander verwoben. Es geht nicht darum, jedes gesondert zu betrachten, sondern die verschiedenen Perspektiven zu  sehen, die unterschiedlichen Blickwinkel, und diese eben an den Schnittstellen gezielt und sinnvoll zu gestalten.“

Die Politik habe Einfluss auf das Kulturschaffen, genauso wie die Kultur auf die Politik „reagiere“; gleichzeitig müsse auch eine Kultureinrichtung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden. „Der Dreiklang aus öffentlichem Kulturauftrag, der marktwirtschaftlichen Ausrichtung der Programme sowie der gesellschaftlichen Mission ist eine spannende Herausforderung und spiegelt genau diese Schnittstelle auch wieder“, ist sie überzeugt. Die Geschäftsführung der Villa Falkenhorst bietet der kunstsinnigen Managerin große Gestaltungsmöglichkeiten, bedeutet aber auch viel Verantwortung. Dieser Arbeitsbereich ist ihr nicht unbekannt, immerhin hatte sie zuvor an der Universität Liechtenstein die Studienleitung inne.

Bewährtes und Neues

Kultur habe eine einfache Bedeutung für sie: „Ich nehme das ‚Kultur‘ dem Wortsinn nach: nämlich etwas zu pflegen. Die Vielfalt dessen, was daraus entsteht, wenn Menschen etwas gestalten: seien es die Menschen, die durch ihr Wirken in vielerlei Hinsicht diesen Ort prägen, seien es die Künstler, die ihre Werke präsentieren oder die Begegnungen, aus denen so vieles entsteht. Die Villa Falkenhorst ist ein wunderbarer Ort der Kultur: ein Ort, an dem Kunst und Lebensfreude gepflegt werden.“

Ein erklärtes Ziel im Rahmen ihres neuen Aufgabengebiets sei es, mit dem Verein Villa Falkenhorst ein qualitativ hochwertiges Kulturprogramm für die Region und darüber hinaus zu schaffen und sich dabei  weiterzuentwickeln, sowie nachhaltig und zukunftsorientiert zu arbeiten.

Dabei wird eine Mischung aus Bewährtem und neuen Formaten angestrebt. Einen speziellen Schwerpunkt werde ein Programm für Kinder und Jugendliche bilden. Doch vorab gibt es vor allem ein Projekt, das es umzusetzen gilt: „Zunächst steht unser Jubiläumsjahr ‚20 Jahre Kultur auf Falkenhorst‘ an, auf das wir uns freuen und auf das sich auch unser Publikum freuen darf.“ BI