Es soll eine Statthalterin werden

Vorarlberg / 04.10.2019 • 18:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Barbara Schöbi-Fink (l.) und Martina Rüscher sind offenbar als Landesstatthalterin im Gespräch. VN/Stiplovsek
Barbara Schöbi-Fink (l.) und Martina Rüscher sind offenbar als Landesstatthalterin im Gespräch. VN/Stiplovsek

Geschichtsträchtig Jetzt, nachdem der Bregenzer Marco Tittler (42, VP) als Nachfolger von Langzeit-Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser (64, VP) so gut wie fix ist und Martina Rüscher (47, VP) ebenso im neuen Team von LH Markus Wallner (52, VP) Platz genommen hat, hat die Spekulation darüber begonnen, wer wohl die Funktion des Statthalters im Land übertragen bekommen wird. Sollte Wallners Volkspartei so abschneiden, wie in der jüngsten VN-Umfrage prophezeit, dürfte dieses Amt wieder die Volkspartei besetzen. Diesmal, so sickerte aus dem Umfeld Wallners durch, soll es „ernst zu nehmende Überlegungen“ geben, Landesrätin Barbara Schöbi-Fink (58, VP) oder Martina Rüscher das dritthöchste politische Amt im Land zu übertragen. Damit würde Vorarlberg erstmals in der Geschichte eine Landesstatthalterin bekommen.

 

Verordnet Vorarlbergs Militärkommandant Ernst Konzett (64) sollte am 31. Jänner 2020 seinen Ruhestand antreten. Die Kommandoübergabe ist nach dem jetzigen Stand für den 30. Jänner 2020 vorgesehen. Derzeit läuft das Auswahlverfahren für den Nachfolger von Brigadier Konzett. Das Interesse, das Erbe anzutreten, hielt sich mit kolportierten zwei Bewerbern in Grenzen. Dabei soll es sich um Oberst Thomas Belec (56) und den Oberst des Generalstabs, Gunther Hessel (53), handeln. Die vorgesehenen Hearings sollen bereits stattgefunden haben. Möglicherweise verzögert sich die Bestellung bis nach der Ernennung eines Verteidigungsministers in einer neuen Bundesregierung. Üblicherweise wird seitens des Ministeriums auch das Einvernehmen mit LH Markus Wallner (52, VP) hergestellt. Belec rückte 1982 zum Bundesheer in Vorarlberg ein und ist ausgebildeter Heeresbergführer und Heeresflugretter. 2009 übernahm er das Jägerbataillon 23 als Kommandant und ist seit August 2016 in einer Auslandsverwendung in Neapel. Der zweite Bewerber Hessel ist derzeit Verbindungsoffizier beim Einsatzführungskommando in Potsdam. Er ist der Sohn von General Friedrich Hessel, der von 2000 bis 2002 stellvertretender Generalstabschef im Bundesheer war.

 

Marmelade Um im LT-Wahlkampf aufzufallen, greifen Kandidaten zu kreativen Mitteln. In Lustenau ist so ein Marmeladenduell entstanden. Kandidat Patrick Wiedl (36, VP) wirbt mit Marmelade „PoWiedl“ um Vorzugsstimmen. Daniel Zadra (35, Grüne) zieht ebenfalls mit Marmelade in die Wahl. Stundenlang soll er in der Küche aus Fallobst Konfitüre zubereitet haben. Die Mühe hätte er sich sparen können, wäre er dem Beispiel Wiedls gefolgt, der hat sie gekauft –freilich im Land. Apropos Zadra: Nachdem seine Kollegin Nina Tomaselli (34) bald im Hohen Haus sitzt, gilt er als Favorit für den Klubchefsessel.

„Dann werden wir sehen, wie sich die Sektenmitglieder des Kanzler-Darstellers verhalten.“Werner Kogler, GrüneBundesparteiobmann verweigert einen türkis-grünen Kuschelkurs.

„Dann werden wir sehen, wie sich die Sektenmitglieder des Kanzler-Darstellers verhalten.“

Werner Kogler, Grüne

Bundesparteiobmann verweigert einen türkis-grünen Kuschelkurs.

„Ich gehe davon aus, dass ich nach der Landtagswahl wieder entsendet werde.“Martina Ess, VPgibt sich im VN-Gespräch optimistisch, weiterhin im Bundesrat zu sitzen.

„Ich gehe davon aus, dass ich nach der Landtagswahl wieder entsendet werde.“

Martina Ess, VP

gibt sich im VN-Gespräch optimistisch, weiterhin im Bundesrat zu sitzen.

„Der klassische Wähler der Freiheitlichen wählt keine Frau mit Doppelnamen.“
              Georg Dornauer, SP
            Tirols Landesparteichef analysiert die NR-Wahl nach Holzknechtart.

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