„Warum wählen wir nicht elektronisch?“

Vorarlberg / 04.10.2019 • 19:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Digitalisierungsex-perte Robert Krimmer spricht im VN-­Podcast über E-Voting.

Schwarzach Schon immer wurde versucht, neue Technologien bei Wahlen und anderen demokratischen Prozessen einzusetzen. Ob die Wahlschwerter in der Schweiz, Murmeln im alten Rom oder die Telegrafen in der Mitte des 19. Jahrhunderts; manchmal gelang es, manchmal nicht. Selbst die Briefwahl ist noch recht neu. Bis zum digitalen Wählen hat es Österreich noch nicht geschafft. Auch am 13. Oktober bei der Landtagswahl geht‘s nur analog. Warum ist das so? VN-Journalist Michael Prock hat sich für den Podcast „VN-Woche“ mit Digitalisierungsexperte Robert Krimmer von der Technischen Universität Tallinn darüber unterhalten. Der Rankweiler ist Gründer und Organisator der E-Voting-Konferenz, die jährlich in Vorarlberg stattfindet.

Er ist überzeugt: „Elektronische Wahlen können vieles vereinfachen, aber keine Wahllokale ersetzen. Außerdem sind sie genau so fehleranfällig wie die Menschen, die dahintersitzen.“ Auszählungen seien zwar sicherer, allerdings abhängig vom System. „Was geschieht bei einem Stromausfall?“, fragt Krimmer. Im Podcast auf VN.at spricht er zudem über die digitale Agenda, die digitale Gesellschaft und erklärt, wo sich Vorarlberg im Vergleich zu Estland befindet.