Zum Gedenken

Vorarlberg / 06.10.2019 • 17:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

EGG Renate Furxer wurde am 2. August 1928 als zweites Kind der Familie Peinlich in Andelsbuch geboren. Sie besuchte die Schule in Egg, wo sich bereits ihre Leidenschaft für die bildenden Künste zeigte.

Bis zu ihrer Heirat im November 1962 mit Erich Furxer aus Feldkirch arbeitete sie bei Benger und Wolford als Akkordarbeiterin an der Strickmaschine. Sie wohnte kurz mit ihrem Mann in Lingenau. Dann zogen sie nach Hittisau, wo sie mehrere Jahre lebten. Dort konnte Renate ihre Leidenschaft fürs Langlaufen ausleben und zahlreiche Runden auf ihrer „Hausloipe“ drehen. Krankheitshalber musste sie in die Frühpension gehen. Doch ihre Liebe zur Natur, zu Blumen und Tieren blieb ihr erhalten. Katzen waren ihre absoluten Lieblinge. Renate liebte auch immer schon die Kultur. Ferne Länder, fremde Völker, Sitten und Gebräuche der Menschen dort kennenzulernen, waren Anlass für viele Reisen, die sie mit ihrem Erich unternahm. Auch nach seinem frühen Tod 1985 war sie oft auf Achse: von Venedig bis Ischia, Frankreich, Israel und Jordanien. Doch nicht nur Schauen war ihr wichtig, auch selber etwas Kulturelles zu tun, erfüllte sie. Bald nach Erichs Tod begann sie mit der Malerei. Ihren ersten Malkurs belegte sie bei Hannes Scherling. Sie pflegte Kontakte zu führenden Vorarlberger Malern, die in ihr eine ungeahnte Kreativität und Experimentierfreude weckten. Als künstlerischen Höhepunkt ihres kreativen Schaffens kann man wohl ihre Ausstellung zum Thema Bäume im Jahr 2006 in Andelsbuch sehen. Wenn Renate es in ihrem Leben auch nicht immer leicht hatte, sie lebte und genoss ihr Leben – immer mit einem Augenzwinkern und grenzenlosem Humor, mit einem großen Herz und offenen Ohr für andere. Trotz ihres hohen Alters musste sie diese Welt überraschend schnell verlassen. Angehörige, Verwandte, Nachbarn und Bekannte nahmen Abschied von Renate bei den Gottesdiensten in der Egger Kirche. Die Instrumentalisten Kathrin, Angelika und Theresa sowie Tone und Martin begleiteten die Liturgien in berührender Weise. Pfarrer Friedl Kaufmann wählte passende Lesungen zu Renates Naturverbundenheit und erwähnte in der Predigt ihr Gottvertrauen durch alle schönen und schweren Zeiten. Möge Renate nun im neuen Licht bei Gott leben.