Nur dürftige Infos zum Missbrauchsverdacht an Höchster Schule

Vorarlberg / 07.10.2019 • 17:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vertreter der Schule: Ulli Laine-Vallentini und Markus Schwaigkofler. VOL.AT/Rauch
Vertreter der Schule: Ulli Laine-Vallentini und Markus Schwaigkofler. VOL.AT/Rauch

Vertreter des Trägervereins äußerten sich zur heiklen Thematik.

höchst Viel zu sagen gab es nicht mehr, nachdem bekannt geworden war, dass der Schulleiter der Schulstube Höchst wegen Missbrauchsverdachts in Untersuchungshaft sitzt (die VN berichteten). Dennoch wollten Eltern- und Trägerverein ihre Sicht der Dinge kundtun. Details gab es bei der für Montagnachmittag angesetzten Pressekonferenz jedoch nicht. „Wir erhielten von Behördenseite kaum Informationen“, beklagten die Vertreter der Montessori-Volksschule. „Wir wissen nicht, wer den Fall angezeigt hat, und wir wissen auch nicht, ob noch mehr Kinder betroffen sind“, wurde Markus Schwaigkofler vom Trägerverein deutlich. Nur so viel konnte er bestätigten: „An der Schule wurden noch keine polizeilichen Ermittlungen durchgeführt.“

Offene Kommunikation

Die Betroffenheit ist groß. „Es war, als ob man uns den Boden unter den Füßen weggezogen hätte“, schilderte Ulli Laine-Vallentini die Stimmung beim Elternabend am Sonntag. Erst am Donnerstagnachmittag war Schwaigkofler von der Bildungsdirektion über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt worden, danach ging es sofort ans Aufarbeiten. Nach der sofortigen Suspendierung des Mitarbeiters, für den die Unschuldsvermutung gilt, wurden das pädagogische Team sowie die Eltern informiert. „Eine offene und transparente Kommunikation ist uns wichtig“, betonte Laine-Vallentini, die selbst ein Kind an der Schule hat. Oberste Priorität habe zudem der Schutz der Kinder. Das Thema werde mit ihnen im Unterricht umfassend behandelt, zudem gibt es externe Unterstützung durch das Vorarlberger Kinderdorf sowie das Institut für Sozialdienste. Experten haben am Freitag auch die Lehrkräfte in einem Workshop entsprechend auf des Thema geschult. Alle versicherten, es gebe derzeit keine Indizien dafür, dass das Vergehen an der Schule stattgefunden habe. Den Eltern wurde geraten, ihre Kinder gut zu beobachten. „Wir stehen mehr denn je hinter unserem Schulkonzept“, betonte Laine-Vallentini und appellierte zum Abschluss, der Schule die nötige Ruhe zu geben, um mit der schwierigen Situation zurechtzukommen.